Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Sa, 01.09.2018


Lexus CT 200h

Frisch geliftet in die zweite Halbzeit

Lexus hat seinen kompakten Hybriden – den CT 200h – rundum erneuert. Es locken Individualität, ein ordentliches Maß an Luxus und die solide Hybrid-Technik der Mutter Toyota.

© auto-medienportalDer Innenraum des Lexus besticht durch den ausgezeichneten Materialmix und die gute Verarbeitung.



Von Lukas Letzner

Innsbruck – Der Lexus CT 200h ist eines der erfolgreichsten Hybrid-Modelle der noblen Toyota-Tochter. Zwar sieht man den kompakten Japaner hierzulande eher selten, weltweit wurde er aber über 300.000 Mal abgesetzt. Für heuer spendierten ihm die Designer eine Frischzellenkur, die ihn fit für die zweite Runde machen soll. Wir durften der Update-Version kürzlich unter die Haube schauen.

Der Begriff „Facelift“ ist im Falle des CT 200h wörtlich zu nehmen, denn vor allem der Front widmeten sich die Japaner besonders intensiv. Durch ein neues Gittermuster erscheint der auffällige Diabolo-Kühlergrill nun noch schärfer gezeichnet. In Kombination mit den pfeilförmigen Tagfahrleuchten, die jetzt über den LED-Scheinwerfern sitzen, wirkt die Front recht aggressiv und wird wohl für erhöhte Aufmerksamkeit in den Rückspiegeln der Konkurrenz sorgen. Das Heck wird von den breiteren LED-Rückleuchten in L-Form dominiert. Die dunklen Alu­felgen im 17-Zoll-Format runden die scharfe Optik unseres CT 200h ab.

Die Technik

Motor: Vierzylinder-Benziner

Hubraum: 1798 ccm

Drehmoment: 142 Nm bei 2800 U/min

Leistung: 100 kW/136 PS

L/B/H: 4350/1455/1765 mm

Gewicht: 1445/1845 kg

Kofferraumvolumen: 375–985 l

Tankinhalt: 45 l

Höchstgeschwindigkeit: 180 km/h

0–100 km/h: 10,3 Sekunden

Verbrauch: 6,3 l/100 Kilometer

Kraftübertragung: Vorderradantrieb

Preis: 36.690 Euro

CO2-Emission: 97 g/km

Im Innenraum des kompakten Lexus sticht sofort das zentral sitzende Multifunktionsdisplay ins Auge. Es ist nun auf 10,3 Zoll angewachsen und vermittelt die Informationen dank Split-Screen-Funktion und verbesserter Smartphone-Konnektivität noch besser. Die Bedienung erfolgt nach wie vor mittels Computermaus-ähnlichem Controller, bei dem man mit dem Cursor kleine Symbole auf dem Bildschirm treffen muss. Hier könnten die Ingenieure noch einmal auf Ideenfindung gehen, denn man landet doch recht oft im falschen Untermenü. Der Materialmix ist – typisch für Lexus – sehr edel und hochwertig. Die Sitze sind sehr bequem und bieten in der Executive-Variante guten Seitenhalt. Ein kräftiges Update gab es auch in puncto Sicherheit. So fahren dank des „Safety-System+“-Paket unter anderem ein Kollisionswarner inklusive Fußgängererkennung und Notbremsfunktion, ein Tempomat mit automatischer Distanzkontrolle, der Spurhalte- und Spurverlassenswarner, die automatische Fernlichtkontrolle sowie eine Verkehrszeichenerkennung mit. Das ganze Paket ist schon ab der Executive-Ausstattung serienmäßig mit an Bord.

Angetrieben wird unser CT 200h nach wie vor von einem 1,8-Liter-Benziner und einem Elektromotor. Während der Fremdzünder 99 PS an die vorderen Räder schickt, steuert sein stromender Kollege 82 PS bei. Zusammen bringt es das Gespann auf 136 PS. Den Standardsprint absolviert man so in 10,3 Sekunden, die Maximalgeschwindigkeit liegt bei 180 km/h. Nach wie vor gewöhnungsbedürftig finden wir das stufenlose CVT-Getriebe. Bevor es die Kraft des Motors in Vortrieb umwandelt, heult er erst einmal kräftig auf und vermittelt so einen gewissen Gummibandeffekt. Seine Stärken spielt der Lexus im städtischen Stop-and-go-Ver­kehr aus. Dort bewegt man sich nämlich vorwiegend elektrisch und spart so Sprit. So rückt der Normverbrauch von 4,2 Liter sogar in realistische Nähe. In Summe genehmigte sich der Lexus während der 14 Testtage 6,3 Liter. Ein guter Wert für einen Benziner. Wer den CT 200h nach der Probefahrt mit nach Hause nehmen will, der braucht mindestens 28.990 Euro auf dem Bankkonto. Die von uns getestete Executive-Version schlägt dann mit 39.690 Euro zu Buche.