Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Sa, 01.06.2019


Test

Subaru Outback bewahrt die Übersicht

Subaru hat seinem Geländekombi für heuer ein umfassendes Sicherheitsupdate spendiert. Außerdem spricht sonst noch so einiges für ihn.

Der Subaru Outback bietet äußerst viel Platz und fühlt sich auch dem Gelände nicht abgeneigt.

© LetznerDer Subaru Outback bietet äußerst viel Platz und fühlt sich auch dem Gelände nicht abgeneigt.



Von Lukas Letzner

Innsbruck – Eigentlich gehört der Subaru Outback zu den Autos, die das Beste in sich vereinen. Er ist auf der einen Seite ein geräumiger Kombi, andererseits machen seine hohen Stelzen und die auffällige Plastikbeplankung zumindest optisch einen auf Grenzgänger. Erstaunlich ist außerdem, dass es den Outback in dieser Form schon seit 1996 gibt und dennoch: Bei uns gehört er immer noch zu den echten Exoten.

Warum das so ist, ist uns selbst nicht ganz klar, denn als wir unseren Testwagen in Empfang nehmen durften, fanden wir, dass er eigentlich recht modern und frisch aussieht. Freilich, sein Design ist markant, aber gefällig und auch preislich weiß der Outback zu überzeugen. Wir durften in der Top-Ausstattung Exclusive Platz nehmen, die für 42.990 Euro zu haben ist. In Anbetracht der Serienausstattung, für die man bei der Konkurrenz wesentlich tiefer in die Tasche greifen muss, ein annehmbarer Betrag. Was dazugehört? Unser Grenzgänger hat uns 14 Tage lang mit Dingen wie Ledersitzen inkl. elektrischer Verstellung und 2-fach-Memory für den Fahrer, LED-Scheinwerfern, dem neuen Eye-Sight-System inkl. adaptivem Tempomat, einem schlüssellosen Zugangssystem, einer 2-Zonen-Klimaautomatik, einem Infotainmentsystem mit 7-Zoll-Touchscreen und Navi, zwölf Lautsprechern einer Harman-Kardon-Anlage, einer elektrischen Heckklappe, einer Rückfahrkamera, einem Glasschiebedach und noch vielem mehr verwöhnt.

Zudem ist der Innenraum durchaus angenehm gestaltet. Der Materialmix ist auf hohem Niveau und man findet für alles die passende Ablage. Apropos Ablage: 559 bis 1848 Liter Stauraum stehen im Outback zur Verfügung. Kombi eben.

Da Subaru bekanntlich auf Boxermotoren setzt, wurde auch unser Outback von einem solchen in Bewegung gesetzt. 175 PS und 235 Nm Drehmoment soll der 4-Zylinder auf die Kurbelwelle wuchten. Das hört sich nach mäßigem Fahrspaß an. Umso überraschter waren wir nach den ersten Metern, denn der Punch des Boxers fühlt sich nach mehr Leistung an. Schon ein kleines Tippen aufs Gaspedal reicht aus, damit der praktische Kombi wie von der Tarantel gebissen davonsprintet. Die vom Werk angegebene Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in 10,2 Sekunden kann man in der Praxis locker unterbieten. Außerdem werden virtuelle sechs Gänge spürbar ausgenutzt, sodass der Drehzahlmesser nicht – wie sonst bei CVT-Getrieben üblich – fix auf hohem Drehzahlniveau wie angenagelt stehen bleibt. Das hebt den Fahrspaß und dank des niedrigeren Lärmpegels auch die Stimmung. Warum man den Su­baru Outback so selten sieht, ist uns nicht ganz klar. Sowohl Ausstattung als auch Preis und Antrieb können überzeugen. Dank des neuen Eye-Sight-Systems überwacht der Grenzgänger alles, was man sich nur wünschen kann. Von der Auffahrwarnung über den Toten-Winkel-Warner und den Spurhalteassistenten bis zum adaptiven Tempomaten bietet der Outback alles, was man bis vor Kurzem nur von Autos der Luxusklasse gekannt hat.




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