Letztes Update am Sa, 15.06.2019 06:58

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Test

Endspurt im Toyota C-HR

Der Toyota C-HR weiß dank seiner auffälligen Optik, wie man die Fangemeinde polarisiert. In unserem TT-Dauertest konnten wir den unterschiedlichen Antriebsarten auf den Zahn fühlen.

Ein letzter Blick auf unseren Dauertestwagen: Der Toyota C-HR ist schon ein ansehnliches Kerlchen.

© ZollerEin letzter Blick auf unseren Dauertestwagen: Der Toyota C-HR ist schon ein ansehnliches Kerlchen.



Von Lukas Letzner

Axams – Es ist immer wieder unglaublich, wie schnell doch die Zeit vergeht. Im Falle unseres Dauertests des Toyota C-HR ist das Jahr schon wieder vorüber – leider. Während wir die erste Hälfte unseres Tests im C-HR mit Doppelherz abspulten, erfolgte zum Jahreswechsel die Ablöse durch den 1,2-Liter-Turbobenziner. So unterschiedlich die beiden Antriebskonzepte auch sein mögen – der dynamische Crossover erfreute sich jedenfalls großer Beliebtheit.

Das Platzangebot stimmt bei beiden Antriebsarten. Freilich ist der C-HR kein Riese, 377 Liter Stauraum reichen aber allemal für einen ausgedehnten Ausflug mit der Familie, und wäre die Rückbank nicht nur im Verhältnis 2:1 teilbar, dann wäre sogar ein Skiausflug mit vier belegten Plätzen drin gewesen. Außerdem sitzt man vorn­e wie hinten recht bequem und selbst 190 Zentimeter große Passagiere überstehen in der hinteren Reihe eine Tankfüllung. Lediglich die nach oben gezogene Seitenlinie, die vor allem der Optik zugutekommt – schränkt die Sicht der Hinterbänkler ex­trem ein. Der zuletzt getestet­e 1,2-Liter-Fremdzünder ließ maximal 116 Pferde antraben und wuchtete 185 Nm Drehmoment auf die Kurbelwelle. Zwar macht dieses Zahlenwerk den C-HR noch nicht zur Sportskanone, die Motorisierung ist aber stets ausreichend. Egal, ob man kurvige Bergstraßen erklimmen oder dem Geschlängel der Autobahn folgen will, man kommt immer entsprechend voran. Wer es gerne etwas sportlicher angeht, muss allerdings entsprechend ungestüm in der Sechs-Gang-Schaltbox des kompakten Japaners rühren, denn der Motor will bei Laune gehalten werden.

Dafür fällt auf, dass unser „Coupé High-Rider“ (dafür steht die Abkürzung C-HR nämlich) äußerst straff abgestimmt ist und jede Lenkbewegung direkt in den entsprechenden Richtungswechsel umwandelt. Selbst in Grenzsituationen reagiert der klein­e Grenzgänger äußerst gutmütig und lässt sich willig in der Spur halten.

Die Ausstattungs­linien nennt Toyota C-Enter, C-Lub, C-Ult, C-Hic, hier gibt’s schrittweise Dinge wie 18-Zoll-Leichtmetallfelgen, Bi-Tone-Lackierung, Keyless Go, JBL-Soundsystem und einiges mehr dazu.

Zu haben ist der C-HR übrigens ab 21.200 Euro. Unser letzter Dauerläufer rollte in der Top-Ausstattung C-HIC in unsere Garage. Dies schlägt dann mit mindestens 28.045 Euro zu Buche.

Die Technik

Motor: Vierzylinder-Benziner

Hubraum: 1197 ccm

Drehmoment: 185 Nm bei 1500 U/min

Systemleistung: 85 kW

116 PS

L/B/H: 4360/1795/1555 mm

Gewicht: 1375/1845 kg

Kofferraumvolumen: 377 l

Tankinhalt: 50 l

Höchstgeschwindigkeit: 190 km/h

0–100 km/h: 10,9 Sekunden

Verbrauch: 5,4 l/100 Kilometer

Kraftübertragung: Vorderradantrieb

Preis (C-LUB): ab 26.800 Euro

CO2-Emission: 87 g/km




Kommentieren


Schlagworte