Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Sa, 03.08.2019


Test

Der Suzuki Vitara ist zum Pferdestehlen

Unser Suzuki Vitara muss sich in allen Lebenslagen behaupten. Das macht er mit Bravour.

Griechische Straßen sind nicht immer mit Asphalt überzogen, doch dank Beinfreiheit und Allradantrieb unseres Vitara meisterten wir alle Hindernisse problemlos.

© LeztnerGriechische Straßen sind nicht immer mit Asphalt überzogen, doch dank Beinfreiheit und Allradantrieb unseres Vitara meisterten wir alle Hindernisse problemlos.



Von Lukas Letzner

Vassiliki — Urlaube sind doch immer etwas Besonderes. Man freut sich schon Monate vorher, überlegt sich, was man mitnehmen muss und schließlich steht man vor gepackten Koffern. Doch nicht nur für einen selbst ist so ein Urlaub etwas Besonderes. In dieser Zeit verlangt man auch seinem vierrädrigen Begleiter Dinge ab, die man sonst wahrscheinlich nicht jeden Tag macht. Eine ideale Gelegenheit also, um unserem Dauergast — dem Suzuki Vitara — auch in dieser Lebenslage auf den Zahn zu fühlen.

- Letzner

Das erste und wohl wichtigste Kriterium bei der Fahrt in den Urlaub ist der Platz. Wenn die Koffer nicht unterkommen, dann ist es mit der Erholung vorbei, bevor sie richtig angefangen hat. In unserem Fall mussten zwei Kindersitze und Gepäck für drei Wochen verstaut werden. Zwar waren wir angesichts der 375 Liter Stauraum, die unsere Heckklappe maximal frei gab, skeptisch, doch erstaunlich mühelos verschwand eine Tasche nach der anderen.

Was hinten nicht unterkam, wurde in einer der zahlreichen Ablagen verstaut. Kein Problem also. Das Vorankommen unseres subkompakten Grenzgängers garantiert ein 1,4-Liter-Turbobenziner, der maximal 140 PS aus seinen vier Brennkammern quetscht. Von unseren bisherigen Fahrten kannten wir den Benziner als äußerst quirligen Kerl, doch ist das auch in beladenem Zustand noch der Fall? Das maximale Drehmoment des Vitara liegt schon recht früh an, weshalb wir trotz des Gepäcks keinen gravierenden Unterschied zu alltäglichen Fahrten feststellen konnten. Verbunden mit einem unkompliziert agierenden Sechsgang-Handschalter geht es mühelos voran.

Trotz seiner kompakten Maße punktet der Vitara mit seinem Fahrkomfort und so schlägt sich unser Dauertester auch auf der Langstrecke ganz gut. Nicht zuletzt dank des einfach zu bedienenden Multimediasystems, mit dem sich das nächste Hörspiel im Handumdrehen anwählen und das den Nachwuchs ins Land der Träume entschlafen lässt, werden die 600 Kilometer bis in den Hafen von Ancona zum Kinderspiel. Unser Ziel lag in Griechenland und schnell stellten wir fest, dass nicht jede Straße mit Asphalt überzogen sein muss, um befahren zu werden. Vor allem Tagesausflüge an entlegene Strände wurden schnell zum fahrtechnischen Abenteuer, doch selbst in schwierigen Situation gab sich der Vitara keine Blöße. Allerdings hat unser Paket auch seinen Preis. Zwar ist der Vitara bereits ab 18.990 Euro zu haben, für unsere Variante muss man aber fast 10.000 Euro mehr, nämlich 28.590 Euro über den Ladentisch reichen.

Die Technik

Motor: Vierzylinder-Turbobenziner

Hubraum: 1373 ccm

Drehmoment: 220 Nm bei 1500 U/min

Leistung: 103 kW/140 PS

L/B/H: 4170/1775/1595 mm

Gewicht: 1205/1730 kg

Kofferraumvolumen: 375–1120 l

Tankinhalt: 47 l

Höchstgeschwindigkeit: 200 km/h

0–100 km/h: 10,2 Sekunden

Verbrauch: 7,2 l/100 Kilometer

Kraftübertragung: Allradantrieb

Preis: 28.590 Euro

CO2-Emission: 139 g/km




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