Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Sa, 10.08.2019


Test

Renault Master: Der Meister aller Kastenwägen

Renault betreibt Modellpflege beim größten seiner Nutzfahrzeuge: Der Renault Master kommt mit neuer Optik, neuen Motoren und jeder Menge Assistenten daher – also volles Haus im Kasten.

Da hat nicht nur ein Paket Platz: Der Renault Master Kastenwagen (im TT-Test als Einzelkabine) bietet 10,8 Kubikmeter Ladevolumen.

© ZollerDa hat nicht nur ein Paket Platz: Der Renault Master Kastenwagen (im TT-Test als Einzelkabine) bietet 10,8 Kubikmeter Ladevolumen.



Von Gregor Zoller

Innsbruck – Sie sind ja nun wahrlich keine Schönlinge. Die Nutztiere im automobilen Dschungel sollen schließlich vor allem eines: ihren Zweck erfüllen.

Dass das eine das andere nicht ausschließt, beweist Renault mit dem 2019er-Facelift seines Größten. So spendieren die Franzosen dem Renault Master neben neuem Design vor allem nennenswerte Neuerungen in der Motorisierung und bei den Assistenten.

Die neue Front sticht ins Auge: Steiler als zuvor ragt nun der Kühlergrill nach vorne, die LED-Scheinwerfer bringen den Renault-typischen Look mit, die horizontalen Chromelemente verfeinern das Ganze noch. In elegantem Grau sieht das dann beinahe schon attraktiv aus.

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Im Innenraum herrscht Pragmatismus. Das soll aber keineswegs heißen, dass dieser nicht ansprechend aussieht. Im Gegenteil: Das überarbeitete Cockpit glänzt mit jeder Menge Ablagen (besonders angenehm: das optionale ausziehbare Schubfach auf Beifahrerseite). Auch eine Ladeschale für kabelloses Laden des Smartphones darf da nicht fehlen – Lifestyle hält auch bei den Praktikern Einzug.

Und dann ist da noch der 7-Zoll-Monitor, der anstelle des konventionellen Rückspiegels den Blick nach hinten freigibt. Praktisch finden wir das, ist doch der Riese mit seinen über fünf Metern Länge nicht gerade leicht zu manövrieren. Da kommen solche Helferlein gerade recht.

Das wahre Herzstück ist aber der Laderaum. Denn darum geht es hier schließlich.

Aber nehmen wir uns erst die Zeit, die neuen Motoren unter die Lupe zu nehmen. Im TT-Test rollt der 180-PS-Twin-Turbo-Dieselmotor an. Dieser spielt erstens in der saubersten Liga der Abgasklassen (der Euro 6d-Temp) und hat zudem auch richtig Bums. Damit rechnet man in so einem Kasten(-Wagen) gar nicht. Macht aber Laune.

Besagter Kasten hat’s also in sich: 10,8 Kubikmeter genau genommen. Wir sind nun wieder im Laderaum angekommen. Unser Testwagen kam mit verkleideten Seitenwänden und seitlicher Schiebetür. Hier gibt es allerdings unzählige Varianten des Aufbaus. Zwischen 8 und 17 Kubikmetern mit drei Laderaumhöhen – wer sich hier den passenden Master aussucht, sollte das Produktblatt genau studieren und ein wenig Zeit mitbringen.

Geld natürlich auch, ab 32.950 netto rollt der neue Renault Master in die eigene (Firmen-)Garage.