Letztes Update am Sa, 10.11.2018 16:20

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Wien

Haus der Geschichte Österreich: „Sehr schön, aber auch sehr dicht!“

Mit einem Festakt im Camineum der Nationalbibliothek ist am Samstag das Haus der Geschichte Österreich (hdgö) eröffnet worden, während gleichzeitig wenige hundert Meter entfernt die Eingangstore des in der Neuen Burg am Heldenplatz gelegenen Museums erstmals für das Publikum geöffnet wurden.

© APAEingansgbereich zum Haus der Geschichte.



Wien – Der Andrang ist groß, das Publikum bunt. Bereits eine halbe Stunde vor der Eröffnung des „Haus der Geschichte Österreich“ fanden sich am Samstag zahlreiche Besucher im Foyer der Nationalbibliothek ein, die dann zu ihrem Leidwesen wieder hinaus auf die Rampe mussten, um sich anzustellen. Seither wird die Schlange kaum kürzer, dürfen sich doch nur 240 Personen gleichzeitig in der Schau aufhalten.

Der Übertragung des Festakts vor der Neuen Burg folgten bei sehr kühlen Temperaturen und bedecktem Himmel deutlich weniger Interessierte. Das dürfte sich freilich am Nachmittag ändern, wenn das Programm auch Musik und Lesungen vorsieht. In der Ausstellung „Aufbruch ins Ungewisse – Österreich seit 1918“ hingegen ist es wohlig warm. Interessiert nähern sich die Besucher den Objekten, schauen einander beim Ausprobieren der Mitmach-Stationen zu und schmunzeln über Ausstellungsstücke wie einen Helm von Ski-Star Hermann Maier oder die Robe von Song Contest-Gewinnerin Conchita Wurst.

Sonderausstellung wartet auf Besucher

Kinder lesen historische Zeitungen, ältere Menschen verschieben mit spitzen Fingern Fotos am interaktiven Medientisch, Touristen bestaunen handschriftliche Notizen von Sigmund Freud. Auf die Frage nach dem ersten Eindruck heißt es immer wieder: „Sehr schön, aber auch sehr dicht!“ oder: „Viel zu lesen, da werde ich sicher bald wiederkommen müssen.“

Viele Besucher nützen auch die Gelegenheit, einen Blick ins Ephesos Museum zu werden, das vom Foyer des hdgö frei zugänglich ist. Einen Stock höher vor dem gesperrten Altan („Führer-Balkon“) wartet mit „Nur die Geigen sind geblieben. Alma & Arnold Rosé“ eine kleine Sonderausstellung auf die Besucher, die sich mit auf Notenständen platzierten Dokumenten mit der Geschichte und Verfolgung der beiden jüdischen Musiker auseinandersetzt.

Die Ausstellung ist am heutigen Samstag noch bis 21 Uhr zu sehen, auch am Sonntag und Montag ist der Eintritt noch frei. (APA)