Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Mi, 13.02.2019


Innsbruck

Museum umgebaut: Neuer Glanz im Goldenen Dachl

Das städtische Museum ist ab nächster Woche nach den Umbauarbeiten wieder offen.

Eine neue Treppe führt zum Balkon: Lukas Morscher, Angelika Kollmann-Rozin, Herbert Rainer (IIG), StR Uschi Schwarzl und IIG-Geschäftsführer Franz Danler (v. l.) nahmen sie gleich in Augenschein.

© IKM/HoferEine neue Treppe führt zum Balkon: Lukas Morscher, Angelika Kollmann-Rozin, Herbert Rainer (IIG), StR Uschi Schwarzl und IIG-Geschäftsführer Franz Danler (v. l.) nahmen sie gleich in Augenschein.



Innsbruck – Eine finanziell­e Punktlandung bei einem städtischen Bau, das ist bei einer Pressekonferenz durchaus ein­e Anmerkung wert. Und so zeigten sich Kulturstadträtin Uschi Schwarzl und IIG-Chef Franz Danler zufrieden, dass das Museum Goldenes Dachl künftig auch für Rollstuhlfahrer zugänglich ist und dass die Bauarbeiten „terminlich und von den Kosten her“ wie geplant verlaufen sind. Das heißt am 18. Februar können die Räumlichkeiten wieder geöffnet werden. Die Gesamtkosten von 970.000 Euro werden wohl nicht überschritten.

Rund 30.000 Besucher zählt das städtische Museum durchschnittlich pro Jahr. Doch nicht nur der barrierefreie Lift ist neu. Auch die Sonderausstellung „Was bleibt“ zum Maximilianjahr soll die Besucher begeistern. „Die Neukonzipierung ist in einem ersten Schritt sehr gut gelungen. Damit wird auch der Bogen in die Zukunft gespannt“, sagt Schwarzl.

Eine Herausforderung sei die Bauphase schon angesichts des Denkmalschutzes gewesen. Im Jahr 1996 ist es als Nachfolger des so genannten Olympia-Museums in Betrieb gegangen. Die Stadt Innsbruck übernahm diese Außenstell­e des Ferdinandeums sieben Jahre später. Damals verzeichnete man rund 6000 Besucher jährlich. Ein erster Umbau erfolgte 2006, bei den aktuellen Arbeiten handelt es sich um den zweiten Umbau in der Geschichte. Die zweite Bauphase wird weitere Maßnahmen zur Barrierefreiheit, wie ein taktiles Leitsystem, beinhalten. Die IIG wollen sich dann auch ansehen, wie eine Barriere­freiheit für den Trauungssaal möglich gemacht werden kann. Der jetzige Lift wurde auch für die Bewohner des Hauses installiert. Referatsleiter Lukas Morscher (Stadtmuseum) und Museumsleiterin Angelika Kollmann-Rozin zeigten sich überglücklich: „Erstmals sind die Originalreliefs des Goldenen Dachls wieder an ihrem ursprünglichen Schauplatz zu sehen. Zudem wird nun ein einzigartiger Blick von der Tür zum Prunkerker auf die Altstadt geboten.“

Neuer Glanz kommt ins Museum auch durch moderne Technik, von der Selfie-Station bis zu multimedial gezeichneten Bildern Maximilians. Die offizielle Neueröffnung findet am Montag, 18. Februar, um 18 Uhr statt. Tags darauf ist das Innsbrucker Wahrzeichen für alle Dienstag bis Sonntag, jeweils von 10 bis 17 Uhr, geöffnet. (mw)