Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Fr, 12.04.2019


Innsbruck

Hafen-Aus schlägt in Innsbruck hohe Wellen

Nach dem angekündigten Aus des Innsbrucker Hafens und des dazugehörigen Park-Areals ist die Stimmung getrübt. Auch die Politik übt Kritik.

Auch der große Parkplatz wird aufgelassen.

© Foto TT/Rudy De MoorAuch der große Parkplatz wird aufgelassen.



Innsbruck – Der bevorstehend­e Abriss der Veranstaltungs­location „Hafen“ im Westen von Innsbruck – der Grundstückseigentümer plant, wie berichtet, eine grundlegende Neugestaltung des Areals – sorgt für vielfältige politische Reaktionen: Mit dem Wegfall des Veranstaltungszentrums, aber auch der Park & Ride-Anlage verschwinde ein wichtiges Angebot, das „wirtschaftlich nur schwer zu kompensieren sein wird“, meint Wirtschaftsreferentin Vize-BM Christine Oppitz-Plörer (Für Innsbruck, FI). „Einen derart vielseitigen Veranstaltungsort braucht es auch in Zukunft“, so FI-­Jugend- und Kultursprecherin Theresa Ringler. Man sichere BM Georg Willi (Grüne) „volle Unterstützung“ bei der Suche nach einer geeigneten Ersatzlösung zu, heißt es bei FI.

Diese Unterstützung sagt auch die ÖVP zu: Vize-BM Franz X. Gruber betonte als Ressortzuständiger für das Marktwesen zudem, dass man „so rasch wie möglich“ einen Ersatz für den Hafen-Flohmarkt finden wolle.

Das Hafenareal werde sowohl in der Kulturszene als auch beim Pendlerparken große Lücken hinterlassen, sagt GR Julia Seidl (NEOS). Daher müsse die Stadt bei der Entwicklung dieses wichtigen Gebiets „mitreden dürfen und ihre Forderungen durchbringen. Wenn das beim Wohnbau geht, geht da auch bei diesem Gebiet.“ Das Hafenareal sei etwa „perfekt geeignet“ für eine „lebendige, lässige, aber vor allem mutige Quartiersentwicklung“. (TT)