Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Mi, 19.04.2017


Architektur

Verena Konrad: Von Vorarlberg nach Venedig

Verena Konrad wird den Österreich-Beitrag der Architektur-Biennale 2018 kuratieren.

© APASieht Architektur als „soziales Phänomen, als Reflexionsmoment gesellschaftlicher Entwicklung“: Verena Konrad. Foto: APA/Neubauer



Wien – Die Österreich-Kommissärin für die 16. Architektur-Biennale in Venedig heißt Verena Konrad. Das gab Kulturminister Thomas Drozda (SPÖ) am Dienstag bekannt. Die Direktorin des Vorarlberger Architektur Instituts (vai) zeichnet somit für Österreichs Präsentation in der Lagunenstadt 2018 verantwortlich. Konrad will ihr Konzept samt beteiligten Architekten zwar erst im Oktober vorstellen, aber: „Man darf eher thematische Schwerpunktsetzungen erwarten als eine Personale.“

„Es wird im Prinzip in die Richtung gehen, in der ich sonst auch arbeite: Architektur als soziales Phänomen, als Reflexionsmoment gesellschaftlicher Entwicklung“, unterstrich die 37-Jährige. Der vai-Chefin wird ein konstantes Budget von 400.000 Euro zur Verfügung stehen.

Ob sie wie Vorgängerin Elke Delugan-Meissl auf mehrere Architekturteams setzen wird, hält sich Konrad noch offen: „Es wäre ungeschickt, uns jetzt die Wege zu verbauen.“ Klar sei für ihr Konzept jedenfalls: „Es soll zugänglich sein und zugleich theoretische Tiefe haben.“

Konrad, am 6. Juni 1979 im oberösterreichischen Wels geboren, war jahrelang in Innsbruck tätig, wo sie auch Kunstgeschichte, Geschichte und Theologie studiert hat. Sie war u. a. als Kuratorin im Team der Galerie im Taxispalais, aber auch im Kuratoren-Team der Kunsthalle Wien tätig. Seit 2013 steht sie als Direktorin dem Vorarlberger Architektur Institut vor. „Mit ihren Arbeiten in der Architekturvermittlung“ zeige Konrad „gesellschaftspolitische Veränderungen auf und bringt diese in einen neuen Kontext und Diskurs“, wurde Minister Drozda am Dienstag in einer Aussendung zitiert. (APA, TT)