Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Mo, 26.06.2017


Bezirk Landeck

„Bewusstsein für alte Bausubstanz schärfen“

© Wenzel



Pfunds – Anlässlich 40 Jahre Ortsbildschutz in Tirol (1976 bis 2016) ist mit Unterstützung des Landes die Architektur-Ausstellung „Kontinuität und Wandel“ konzipiert worden. Vorige Woche kam die Wanderausstellung mit zahlreichen Aufnahmen des Tiroler Architekturfotografen David Schreyer in Pfunds bzw. in der historischen Wehranlage Altfinstermünz an. In Pfunds deswegen, weil dort die einzige Zone im Bezirk Landeck nach dem Tiroler Ortsbildschutzgesetz ausgeweisen ist.

Zur Ausstellung sprach Nikolaus Juen, Vorsitzender des Tiroler Ortsbildschutzbeirates: „Wir möchten das Bewusstsein für alte Bausubstanz und deren Pflege stärken. Nach dem Bauboom in den 60er- und 70er-Jahren sind viele Objekte abgerissen worden, die eigentlich wichtig für die Struktur der Dörfer und Städte waren. Aber das hat man erst später erkannt.“

Inzwischen gebe es, so Juen, viele gute Ergebnisse in den 21 Tiroler Schutzzonen. Die Leute würden sehen, dass schützenswerte Ensembles etwas Besonderes sind und dass sie ein Alleinstellungsmerkmal haben. „Allerdings muss man zum Beitrat gehen, wenn man am Haus etwas verändern will.“

Pfunds selbst habe, so Juen, eine Reihe wunderschöner Objekte in der Zone.

Er sei stolz, dass Pfunds in einem Atemzug mit den schönsten Dörfern und Städten Tirols genannt werde: Hall, Rattenberg und Obertilliach, sagte der heimische Architekt Stefan File. Kulturobmann Christoph Pinzger dankte den Altbürgermeistern Peter Schwienbacher und Gerhard Witting, die vieles zum Erhalt der schützenswerten Bausubstanz geleistet hätten.

Die Ausstellung „Kontinuität und Wandel“ ist bis 14. Juli auf Altfinstermünz zu sehen. Geöffnet täglich außer Montag von 11 bis 16.30 Uhr. (hwe)




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