Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Di, 19.12.2017


Bezirk Schwaz

Der etwas andere Blick auf Schwaz

Vom Sprossenfenster, Treppenturm, kunstvollen Fassaden bis hin zu geschichtsträchtigen Orten – zwei Innsbrucker Architektinnen haben für die umstrittene SOG-Zone die Besonderheiten der Stadt hervorgehoben.

© Fankhauser



Von Eva-Maria Fankhauser

Schwaz – Tagelang durchkreuzten zwei unbekannte Frauen die Schwazer Innenstadt. Sie kamen bis hinauf zum Schloss Freundsberg, durchforschten die engen Gassen der Silberstadt, überquerten die Steinbrücke und sahen sich jeden Millimeter genau an. Wissenschaftlich genau. Die beiden Frauen werfen einen anderen Blick auf die Häuser, Straßenzüge und Details der Stadt. Die Architektinnen haben nämlich die SOG-Zone (Stadt- und Ortsbildschutz­gesetz) in Schwaz geplant.

„Das, was wir machen, ist oft schwer zu erklären. Es geht nicht darum, ob etwas alt oder schön ist, sondern um stimmige Bereiche in Straßenzügen, um ein einheitliches Bild und eine qualitätsvolle Weiterentwicklung“, sagt Barbara Lanz von Bauforschung-Tirol. Vier Kriterien waren für die Festlegung der Schutzzone ausschlaggebend.

Die Stadt war für Lanz und Mitterer keine unbekannte, doch während ihrer Arbeit entdeckten sie Schwaz aus neuen Blickwinkeln.