Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Di, 06.02.2018


Bezirk Kufstein

Siegerprojekt für Schulumbau in Wildschönau gekürt

16 Architekten haben am Wettbewerb teilgenommen. Die Jury entschied sich für eine Variante mit Kindergartenneubau.

© SilberbergerArchitekt Benedikt Hörmann & Kraft:Werk Architekten erstellten das Siegerprojekt „Kindergarten Wildschönau“. Alle Projekte können bis 8. Februar zwischen 7.30 und 16 Uhr in der NMMS besichtigt werden.Foto: Silberberger



Von Michael Mader

Wildschönau – Der Schulcampus in Oberau wird künftig um ein Gebäude reicher werden: Architekten, der Gemeindevorstand und der Bildungsausschuss der Gemeinde Wildschönau sowie die direkt betroffenen Leitungen von Schule und Kindergarten wählten aus insgesamt 16 eingereichten Planungsvorschlägen die ihrer Ansicht nach beste Idee für die Neugestaltung. Diese sieht einen Neubau des Kindergartens vor, der derzeit noch unter der Turnhalle in der Neuen Musikmittelschule (NMMS) untergebracht ist.

„Der Auswahlprozess zog sich über einen gesamten Tag, an dem die Pläne genau begutachtet wurden und sehr viel zum Thema überlegt und diskutiert wurde“, erklärt Bürgermeister Hannes Eder auf der Infoseite der Gemeinde Wildschönau. Schlussendlich wurde die Einreichung der „ARGE Kraft:Werk Architektur GmbH und Arch. Benedikt Hörmann“ aus Innsbruck als Siegerprojekt ermittelt.

Der neue Kindergarten wird zweigeschoßig gebaut und schließt den 13-Linden-Platz nach Süden ab. „Vorteil dieser Platzierung ist neben der räumlichen und zeitlichen Entflechtung der unterschiedlichen Bauaufgaben (u. a. Sanierung des Turnhallendaches) die naturnahe Lage des Kindergartens ohne störende gegenseitige Einflüsse. Das Eingangsgeschoß beherbergt neben der Kinderkrippe den Bewegungsraum und die gemeinsame Garderobe“, heißt es dazu im Erklärungstext. Die äußere Erschließung erfolgt dabei für Fahrzeuge von Westen über den gemeinsamen Weg mit der Biomasse-Heizanlage.

Gerade die umstrittene Biomasse-Heizanlage hat in der Bevölkerung aber für viel Unmut gesorgt. „Wie bereits gesagt, ist eine Verlegung des Heizwerks aber nicht möglich, weil es keinen anderen Standort gibt“, erklärt Eder. Ziel des Bürgermeisters ist eine Planeinreichung im heurigen Jahr, dann könnte im Jahr 2019 mit dem Bau begonnen werden. Eine Übersiedlung der Kindergartenkinder wäre so im Jahr 2020 möglich.

Einen Vorteil des Projekts sieht Eder auch darin, dass sich der Haupteingang der Neuen Musikmittelschule zentral am autofreien 13-Linden-Platz befindet und der ebenerdige Zwischentrakt als Zentralgarderobe dient. Bislang gab es in jedem Stockwerk Garderoben. Durch diese Entflechtung werden in der NMMS sehr viele Räume für eine künftige Nutzung frei. Die Kosten für die erste Baustufe beziffert Eder mit rund sechs Millionen Euro.