Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Di, 12.02.2019


Bezirk Kufstein

Gebaute Kultur als Thema bei Ausstellung in Kufstein

Neue Architektenplattform will Baukultur ins Bewusstsein rücken. Erstes öffentliches Lebenszeichen ist eine Ausstellung.

Der Kufsteiner Architekt Klaus Adamer.

© OtterDer Kufsteiner Architekt Klaus Adamer.



Kufstein – „Architektur ist gebaute Kultur“, diesen Satz stellt der bekannte Kufsteiner Architekt Klaus Adamer an den Beginn der Überlegungen, die dazu führten, dass die Mitglieder der „plattform.architektur.land“ nun dieses Thema verstärkt ins Bewusstsein der Bevölkerung bringen will. Besonders in den Bezirken, denn dort sei das „Thema unterrepräsentiert“, wie man betont. Um das zu ändern, will man nicht nur als Gruppe von Architekten auftreten und künftige Bauprojekte mit Argumenten begleiten, sondern auch Architektur durch Ausstellungen etc. anschaulicher machen.

Als ein erstes kräftiges Lebenszeichen wird die Plattform die Pläne, Entwürfe und Visualisierungen etc. für Bauten, die für die „Auszeichnung des Landes Tirol für neues Bauen 2018“ eingereicht wurden, in Kufstein zeigen. Die Ausstellung war bis heuer nur im aut, dem Tiroler Architekturzentrum im Adambräu in Innsbruck, zu sehen. Für Adamer ist damit viel zu wenig Öffentlichkeit verbunden. „Wann geht man schon in ein Museum? Nur wenn man bewusst etwas sehen will“, sagt Adamer.

Daher sollen die eingereichten Projekte auch in den Bezirken öffentlich gemacht werden. Nach Lienz sind sie nun vom 28. Februar bis 14. März auch in der Fachhochschule Kufstein (zu deren Öffnungszeiten) zu sehen.

Eröffnet wird die Ausstellung um 18.30 Uhr, dabei findet auch eine Podiumsdiskussion statt. Bei dieser dürfte es sicher auch um die Frage der Einschränkungen durch Zwänge für Architekten gehen. Wobei die Kosten für Adamer die größten Einschränkungen für die Planung mit sich bringen. (wo)