Letztes Update am Di, 05.03.2019 16:24

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Architektur

Japaner Arata Isozaki gewinnt Pritzker-Preis für Architektur 2019

Als einer der ersten Japaner hat Isozaki außerhalb Japans gebaut. Und das in einer Zeit, in der westliche Gesellschaften eher den Osten beeinflussten als umgekehrt, so der Kopf der Stiftung.

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Chicago – Der 87-jährige Architekt Arata Isozaki hat den diesjährigen Pritzker-Preis und damit die höchste Auszeichnung für Architektur gewonnen. Mit seinen „frischen“ Bauten, die „stilistischen Kategorien trotzen“, sei der Japaner niemals Trends gefolgt, sondern stets seinem eigenen Weg, schrieb die Jury in ihrer am Dienstag veröffentlichten Entscheidung.

Isozaki sei „ein vielseitiger, maßgebender und wahrhaft internationaler Architekt“. Mit seinem vorausschauenden Denken gelte er als Visionär seiner Generation, so die Jury.

Als einer der ersten Japaner hat Isozaki außerhalb Japans gebaut. Und das in einer Zeit, in der westliche Gesellschaften eher den Osten beeinflussten als umgekehrt, sagte Tom Pritzker, Vorsitzender der Hyatt Foundation. Die Stiftung mit Sitz in Chicago steht hinter dem mit 100.000 Dollar (88.000 Euro) dotierten Preis.

Zu den bekanntesten Bauten Isozakis zählen das Museum of Contemporary Art in Los Angeles, das Olympische Stadion in Barcelona und das Eishockey-Stadion im italienischen Turin. Am Potsdamer Platz in Berlin baute Isozaki, der weltweit mehr als hundert Bauprojekte umgesetzt hat, mit weiteren Architekten die Daimler-Benz-Hochhäuser.

Mit der renommierten, seit 1979 verliehenen Auszeichnung stellt sich Isozaki in eine lange Reihe renommierter Vorhänger. Dazu gehören etwa Zaha Hadid, Rem Koolhaas, Norman Foster oder Hans Hollein. Vergangenes Jahr gewann den Pritzker-Preis der Inder Balkrishna Doshi. (APA/dpa)