Letztes Update am Di, 06.09.2011 12:05

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Architektur

Brahms-Museum in Mürzzuschlag feiert Jubiläum



Das Brahms-Museum im obersteirischen Mürzzuschlag feiert heuer sein 20-jähriges Bestehen. Der Komponist Johannes Brahms verbrachte längere Zeit in dieser Gegend und schrieb hier unter anderem seine Vierte Symphonie. Das Museum zeigt neben Fotos, Tagebüchern und Briefe auch einen originalen Streicher-Flügel, auf dem Brahms seine einzige Schallaufnahme einspielte.

Johannes Brahms war 1884 und 1885 insgesamt neun Monate zu Besuch in Mürzzuschlag. Neben seiner Symphonie Nr. 4 in e-Moll komponierte er dort über 30 Lieder und Chorwerke. Weil ihm die Gegend gefiel, empfahl er sie Freunden wie Theodor Billroth und Eduard Hanslick, die ihn dort besuchten. Er selbst wanderte zu Fuß nach Krieglach, um Peter Rosegger zu treffen. Das Brahms-Museum zeigt in der Dauerausstellung „Johannes Brahms auf Sommerfrische“ sämtliche Komponiersommer des Tonkünstlers in Österreich, Deutschland und der Schweiz.

Das Museum bietet auch Hörbeispiele, die die Musik mit den Exponaten in Verbindung bringen. Im Musiksalon des Museums steht der restaurierte, originale Streicher-Flügel, auf welchem Brahms im Jahre 1889 seine einzige Schallaufnahme auf Wachszylinder einspielte und außerdem seine Ungarischen Tänze zu Gehör brachte.

Anlässlich des Jubiläums gibt es am 9. und 10. September Konzerte des Altenberg-Trios Wien gemeinsam mit Eszter Haffner im Kunsthaus Mürzzuschlag. Den Festvortrag halten am Samstag die Brahms-Forscher Kurt und Renate Hofmann aus Lübeck zum Thema „Johannes Brahms als Pianist und Dirigent“. Ein kulinarischer Spaziergang mit Einkehr in einem Gasthof am Brahms-Weg rundet das Festprogramm ab.




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