Letztes Update am So, 05.02.2012 06:57

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Architektur

Cats-Premiere zog heimische Prominenz ins Theaterzelt

„Katzen-Vater“ Peter Weck gab vor der Premiere zu, „nervös und aufgeregt“ zu sein.

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Wien – Für die Wiener Society hat es Donnerstagabend einen Fixpunkt im Veranstaltungskalender gegeben. Prominenz von Mörbisch-Intendant Harald Serafin über Schauspielerin Christiane Hörbiger bis hin zu Model Gitta Saxx versammelte sich im Theaterzelt in Neu Marx, um die Premiere von „Cats“ zu sehen. Peter Weck, der das Stück als Theater-an-der-Wien-Intendant im Jahr 1983 nach Wien holte, zeigte sich vor der Aufführung „nervös und aufgeregt“, wie er im APA-Gespräch erzählte.

„So schlimm wie bei der deutschen Uraufführung ist es nicht, aber eine gewisse Aufregung ist ja auch wichtig“, sagte der 81-Jährige. Unbegründet waren die Sorgen von Weck, wie Besucher nach dem bunten Spektakel meinten. „Ich selbst sitze da nur im Publikum und staune. Es ist körperlich so fordernd, das könnte ich selbst überhaupt nicht“, erklärte Musicalstar Maya Hakvoort. Künstlermanagerin Marika Lichter, die den Tourneeauftakt der Samtpfoten bereits in Hamburg sah, zeigte sich begeistert: „Es ist unglaublich, mit welcher Präzision hier gearbeitet wird.“ Nostalgische Gefühle im Publikum bekam Mimin Barbara Wussow, die gemeinsam mit Ehemann Albert Fortell erschien: „Ich bin so ein Fan, dass ich am Nachmittag meinen Kindern schon die DVD davon gezeigt habe.“

Musicaldarsteller Ramesh Nair gab zu, dass er das Kultstück zum ersten Mal gesehen hat: „Aber ich bin auch kein Katzenfan. Die sind so unberechenbar und fahren plötzlich die Krallen aus.“ Sein Kollege Uwe Kröger wollte hingegen selbst einmal einen Stubentiger auf der Bühne geben: „Am Anfang meiner Karriere habe ich einmal für ‚Cats‘ vorgesungen. Danach wurde mir aber gesagt, dass ich eine bessere Lokomotive sei und bin in ‚Starlight Express‘ aufgetreten.“

Anleihen aus dem Musical rund um die nächtlichen Abenteuer der Jellicle-Katzen nahm während ihrer Karriere Operettendiva Birgit Sarata: „Ich habe ‚Memory‘, das berühmteste Lied aus dem Stück, selbst sicher schon 50 Mal gesungen. Bei meinem Konzerten ist das dann immer als Zugabe gekommen.“ Dompfarrer Toni Faber, der den Darstellern attestierte „auf der Bühne sehr schön geschnurrt, getanzt und gesungen“ zu haben, spielte selbst mit dem Gedanken, sich tierische Unterstützung zu holen: „Ich wollte mir vor kurzem eine schwarze Katze mit einem weißen Fleck am Hals zulegen, aber meine Köchin und die Kirchenmäuse hätten sich darüber wohl nicht sehr gefreut.“

Ebenfalls ins Publikum setzten sich die Schauspielerinnen Brigitte Neumeister und Nina Proll sowie die Moderatoren Mirjam Weichselbraun, Alfons Haider und Arabella Kiesbauer. Die Geschwister Barbara und Claudia Stöckl sicherten sich ebenso ein Ticket wie die ehemalige Miss Austria Christine Reiler, Koch Bernie Rieder und Sängerin Missy May. (APA)




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