Letztes Update am Sa, 25.02.2012 07:03

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Architektur

„Sprachsalz“ erhält Kunstpreis



Wien – Gestern Abend wurden bei einer Gala im Theater in der Josefstadt in Wien die Kunstpreise der Bank Austria übergeben. Die Preise in vier Kategorien sind insgesamt mit 218.000 Euro dotiert und werden heuer das zweite Mal vergeben. Vergangenes Jahr wurden unter anderem die Schwazer Klangspuren geehrt. Heuer wird in der Kategorie „Regional“ das Literaturfestival „Sprachsalz“ in Hall ausgezeichnet. Das Preisgeld für die Kulturinitiative von den Autoren Heinz D. Heisl, Magdalena Kauz, Elias Schneitter sowie den Öffentlichkeitsarbeitern Max Hafele und Valerie Besl beträgt 70.000 Euro.

Insgesamt hat die Fachjury unter 326 Einsendungen ausgewählt. In der Kategorie „International“ (70.000 Euro) setzten sich das Projekt „Black Sea Calling“ des Grazer Vereins „Rotor“ und das Wiener Musikhaus Doblinger durch. Das Artist-in-Residence-Programm „Black Sea Calling“ ermöglichte einen Künstleraustausch zwischen Österreich und Ländern am Schwarzen Meer. Doblinger nahm in der „Initiative 2000“ acht junge Tonschöpfer unter Vertrag. In der Kategorie „Kunstvermittlung“ (70.000 Euro) wurde der Kunstraum „Lakeside“ in Klagenfurt für seine Präsentation von internationaler Kunst als Sieger ermittelt. In der vierten Kategorie „Kulturjournalismus“ (8000 Euro) schließlich wurde Irene Suchy von der Kulturredaktion Ö1 ausgezeichnet.

Wie es in der gestrigen Bekanntgabe heißt, zeichnet das dreitägige Literaturfestival Sprachsalz „die regionale Verbundenheit, die namhafte Gästeliste, die hohe Besucherfrequenz sowie die Tatsache, dass Sprachsalz auch speziell die Jugend anspricht“, aus. Magdalena Kauz erklärte gestern in Wien, dass der „Geld­regen“ in das Programm des anstehenden Zehn-Jahr-Jubiläums fließe. „Wir können uns mehr Autoren und ein dichteres Programm leisten. Außerdem sind zwei eintrittsfreie Schreibwerkstätten für Jugendliche und Erwachsene geplant.“ „Der Preis ist ein Motivationsschub. Was wir machen, kommt an“, freute sich Heinz D. Heisl. (TT, fach)




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