Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Sa, 04.08.2018


Bezirk Kufstein

Wenn das Komitee in Erl an die Türen klopft

Vorbote der Passionsspielsaison 2019: Komitee ging von Haus zu Haus, um Mitspieler anzuwerben. 500 Personen sagten wieder Ja.

© PassionsspielvereinKomiteemitglieder Ewin Kronthaler (2. v. l.) und Peter Esterl (3. v. l.) im Gespräch mit der Familie Pfisterer.



Von Wolfgang Otter

Erl – Wenn das Passionsspielkomitee vor der Türe steht, weiß jeder Erler, was es geschlagen hat: Dann naht die nächste Passionsspielzeit. Vier Wochen nehmen sich die Mitglieder des „Rekrutierungsteams“ Zeit, um die Bewohner jedes Haushalts in Erl zu befragen. Der Tradition des Dorfes folgend ist jeder Einwohner zur Teilnahme eingeladen. Und wie jedes Jahr ist die Begeisterung groß: Rund 500 meldeten sich an, um ab Mai 2019 auf oder hinter der Bühne mitzuwirken. Das bedeute auch die Übernahme von viel Arbeit: Jeder Einzelne muss für die Proben abrufbereit sein und der Urlaub im Sommer 2019 wird nur kurz ausfallen: Immerhin sind von 26. Mai (Premiere) bis 5. Oktober 32 Aufführungen geplant. Der nächste Schritt ist die Rollenbesetzung. Projektleiter Peter Esterl erarbeitet einen Vorschlag, der dann in Absprache mit dem künstlerischen Kreis und Regisseur Markus Plattner umgesetzt wird. Sicher ist, dass aus Termingründen nicht mehr alle Rollen gleich besetzt werden können. Nach Allerheiligen beginnen dann die intensiven Proben.

2013 feierten die Erler mit der neuen Passion aus der Feder von Felix Mitterer einen fulminanten Erfolg. „Es wird eine Wiederaufnahme unter Berücksichtigung der Entwicklung der vergangenen sechs Jahre geben“, verrät Regisseur Markus Platter. Für die musikalische Leitung zeichnet 2019 erstmals Drummond Walker verantwortlich.