Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Mi, 08.08.2018


Bühne

Der Glöckner sorgte für Jubel am Schlossberg

Die Schlossbergspiele Rattenberg freuen sich über einen qualitativen und quantitativen Triumph des Mitterer-Stücks. 2019 Wiederaufnahme geplant.

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Rattenberg – 11.500 – eine Zahl, die die Obfrau der Rattenberger Schlossbergspiele, Claudia Lugger, und das ganze Team auf und hinter der Bühne jubeln lässt. Genauso viele Zuschauer waren es nämlich, die heuer die Felix-Mitterer-Fassung des „Glöckners von Notre Dame“ sehen wollten. Und das waren damit doppelt so viele wie im Vorjahr, wie Obfrau Claudia Lugger erzählt. „Das Wetter war heuer perfekt, wir konnten 21 von 22 Aufführungen spielen“, verrät sie der TT. Zugleich ist es der zweitgrößte Publikumserfolg in der Bühnengeschichte.

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Das historische Spiel nach dem berühmten Roman von Victor Hugo aus der Feder von Mitterer ist unter der Regie von Peppi Pittl nicht nur ein quantitativer Erfolg, auch qualitativ hatte es einiges zu bieten. Die große bühnenbildnerische Leistung von Erich Eberharter war die große Glocke auf dem 12 Meter hohen Glockenturm. Schauspielerisch begeisterte Alexander Schwarz als Quasimodo, der die frei hängende, 550 kg schwere Glocke zum Schwingen und Klingen brachte und sich tollkühn vom Turm abseilte. Für die 40 Laiendarsteller gab es für die ausgezeichneten Leistungen Standing Ovations seitens des Publikums.

Wer heuer das Stück nicht sehen konnte, darf sich Hoffnung machen, das im Sommer 2019 machen zu können: „Wir erwägen aufgrund des großen Erfolgs eine Wiederaufnahme“, erklärt Obfrau Lugger. Das ist ebenfalls eine Seltenheit.

Vor einem tollen Bühnenbild von Erich Eberharter begeisterten heuer die Schauspieler der Schlossbergspiele Rattenberg, wie Ale­xander Schwarz und Claudia Lugger (oben rechts) sowie Astrid und Lukas Schwarz (unten rechts) bei 21 Aufführungen 11.500 Zuschauer.Fotos: Otter
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