Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Do, 22.11.2018


Tirol

Van der Bellen macht Treibhaus-Chef Pleifer zum Professor

Pssst? Nein, Weitersagen ist erlaubt: Norbert Pleifer darf sich bzw. seinen Namen ab 30. November mit dem Titel “Professor“ schmücken.

Pssst? Nein, Weitersagen ist erlaubt: Norbert Pleifer darf sich bzw. seinen Namen ab 30. November mit dem Titel "Professor" schmücken.

© Rudy de MoorPssst? Nein, Weitersagen ist erlaubt: Norbert Pleifer darf sich bzw. seinen Namen ab 30. November mit dem Titel "Professor" schmücken.



Innsbruck — Prof. Norbert K. Pleifer: Das ist weder Scherz noch Vertipper, sondern ab 30. November Tatsache. An diesem Tag erhält der Treibhaus-Chef, der sich in bisher 66 Lebensjahren auch ohne professoralen Habitus in der Kulturszene zu behaupten vermochte, hochoffiziell den Berufstitel „Professor" umgehängt. Mit Beschluss von Bundespräsident Alexander Van der Bellen und feierlich verliehen von Landeshauptmann Günther Platter im Landhaus um Schlag 11 Uhr.

Pleifer freut sich über die Auszeichnung: „Ich geb's zu, alles andere wäre gelogen." Denn der Professorentitel kommt, politisch gesprochen, aus dem richtigen Eck. „Von einem Hofer oder Waldheim hätte ich den nie angenommen", macht der umtriebige Kulturveranstalter deutlich.

Der aus Nauders stammende Pleifer fühlt sich sogar doppelt geehrt. Denn als Titelträger vorgeschlagen wurde er nicht von jenen (Kleinkunst-)Größen, die sein Lokal bespielen und dort aus und ein gehen. Nein, der Vorschlag, Pleifer zum Professor zu machen, stammt von Autor, Blasmusikguru und TT-Kolumnist Alois Schöpf. „Und das, obwohl den Alois und mich weltanschaulich Welten trennen", so Pleifer. „Wir mögen einander, denken in vielen Dingen aber ganz unterschiedlich." Geprüft wurde Schöpfs Vorschlag, ebenfalls professoral, vom Mozarteum in Salzburg. Dieses empfahl Pleifer dann dem Herrn Bundes­präsidenten weiter.

„Schade, dass meine Eltern das nicht mehr erleben", sagt Pleifer. Er hat mehrere Studien (Theologie, Medizin) abgebrochen und jetzt doch noch einen Titel erlangt. „Ich bin mit Van der Bellen auf Augenhöhe, der ist auch Professor."

Gefeiert wird der unerwartete Zusatz „Prof." vor Pleifers Namen natürlich auch. Am 30.11., „so gegen 13 Uhr", lädt der Ausgezeichnete zum „landes-un-üblichen Empfang" ins Treibhaus. Es gibt Saft und Suppe und wohl auch ganz viele herzhafte Klopfer auf Pleifers Schultern. (mark)