Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Sa, 29.12.2018


Bezirk Landeck

Heimatbühne See: Dank Camillo auf dem Pfad der Tugend

Aktuell ist es die Heimatbühne See, die mit ihrer Version von „Don Camillo und Peppone“ für allerbeste Unterhaltung sorgt.

Die Heimatbühne See zeigt sich einmal mehr in Hochform auf einer Drehbühne, die alle Stückeln spielt.

© HauserDie Heimatbühne See zeigt sich einmal mehr in Hochform auf einer Drehbühne, die alle Stückeln spielt.



See – Er weiß, dass Geben seliger ist denn Nehmen. Und so teilt er aus mit der Fülle seines Herzens und mit der Kraft seiner Fäuste. Schließlich lässt er seine Linke nicht wissen, was die Rechte tut. Weil er aber auch überzeugt ist, dass ein Kamel eher durch ein Nadelöhr geht, als dass ein Kommunist in den Himmel kommt, sucht er sogar in der kommunistischen Partei nach verlorenen Schäfchen.

Keine Frage, die Rede ist von Don Camillo, dem wohl bekanntesten Geistlichen auf Gottes Erdboden. Die seit den 60er-Jahren vorzugsweise zur Weihnachtszeit ausgestrahlte Filmserie rührt die Herzen eines Millionenpublikums.

Aktuell ist es die Heimatbühne See, die mit ihrer Version von „Don Camillo und Peppone“ für allerbeste Unterhaltung sorgt. Unter der Regie von Albert Tschallener, unterstützt von Lukas Leiter, werden die Herzen gerührt und ist Lachen angesagt. Es wäre nicht Tschallener, wenn die „Seabr“ neben bester Unterhaltung nicht auch noch mit einer Überraschung aufwarten könnten. Kein Geringerer als Bischof Hermann Glettler richtet sich mit einem auf das turbulente Geschehen abgestimmten, per Video eingespielten Prolog an das Publikum. Zur Premiere und Derniere durfte bzw. darf zudem der Zammer Pfarrer Herbert Traxl in die Rolle des Bischofs schlüpfen. Am 31. Jänner ist Bischof Glettler persönlich anwesend.

Treffsicher landen die Pointen und den Schlaf der Gerechten schläft an diesem Abend niemand. Grandios sind die schauspielerischen Leistungen, allen voran Markus Narr als Don Camillo. Großartig, wie er es versteht, mit den drei großen „H“, mit Herz, Hirn und Humor, zu jonglieren. Souverän wirkt Emil Zangerl als Peppone, politisch rabiat und doch so herzensgut.

Weitere Vorstellungen im Trisannasaal See: Jeden Donnerstag bis einschließlich 11. April, Beginn um 20.30 Uhr, am 17. Februar um 15 Uhr, Mittwoch 17. April (Derniere) um 20.30 Uhr. Kartenreservierung unter Tel. 050 990 400 oder im Internet auf www.see.theater/karten. (hau)

- Hauser