Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Sa, 09.02.2019


Bezirk Reutte

Kulturforum Breitenwang abseits des Gewöhnlichen

Vielseitiges Programm lockte im Vorjahr 1600 Besucher an. Kulturjahr 2019 startet mit einem Theaterabend.

Die Führung des Kulturforums Breitenwang (v. l.): Sulik (Obfrau), Köck (Obfrau-Stv. und Schriftführerin), Rom (Kassierin), Unterer (Kassierin-Stv.), ihre Vorgängerin Wallgram, BM Wagner und Beirer-Raffl (Leiterin Filmteam). Nicht im Bild: Pacher und Rastl

© NikolussiDie Führung des Kulturforums Breitenwang (v. l.): Sulik (Obfrau), Köck (Obfrau-Stv. und Schriftführerin), Rom (Kassierin), Unterer (Kassierin-Stv.), ihre Vorgängerin Wallgram, BM Wagner und Beirer-Raffl (Leiterin Filmteam). Nicht im Bild: Pacher und Rastl



Von Hans Nikolussi

Breitenwang – Am Bestreben, abseits des Mainstreams Kultur anzubieten, hat sich beim Kulturforum Breitenwang nichts geändert. „Wir bemühen uns, ein interessantes und vielseitiges Programm anzubieten und möchten damit das ganze Jahr über möglichst viele kulturell interessierte Menschen ansprechen. Wir scheuen uns nicht, neue Wege zu gehen und das eine oder andere Experiment zu wagen. Qualität zählt – die Quote steht nicht im Vordergrund.“ So lauten die selbstauferlegten Grundsätze des Kulturforums Breitenwang. Seit 17 Jahren arbeitet der Verein konsequent nach dieser Maxime, und das mit Erfolg. „Maßgeblich unterstützt werden unsere Bemühungen durch die Gemeinde, die mit dem Veranstaltungszentrum und der finanziellen Zuwendung ein Arbeiten überhaupt erst ermöglicht“, lässt Obfrau Daniela Sulik bei einem Rück- und Ausblick wissen.

Die Bilanz des Jahres 2018 kann sich durchaus sehen lassen. Rund 1600 Besucher wurden bei den Events gezählt. Diese reichten von Ausstellungen über Lesungen bis hin zum „Weekend for Jazz“ und waren alles andere als seichte Kost.

Getreu dem Motto „Qualität statt Quote“ hat das Kulturforum Breitenwang auch die Arbeit für die laufende Saison ausgerichtet. Die Filmcircle-Reihe geht bereits in die 15. Saison und wird mit zwei eindrucksvollen Dokumentarfilmen als Programmhöhepunkte ergänzt: Am 15. Mai ist der vielbeachtete Streifen von Wim Wenders über Papst Franziskus – „Ein Mann seines Wortes“ – zu sehen und am 16. Mai „RBG – Ein Leben für die Gerechtigkeit“, ein Werk von Betsy West und Julie Cohen über eine Höchstrichterin in den USA.

Der Startschuss für das Jahr abseits des Filmcircle fällt am Samstag, dem 16. Februar, um 20.15 Uhr mit dem Theaterstück Arthur & Claire“, einer Tragikomödie von Stefan Vögel. Zu Gast ist das Westbahntheater Innsbruck.

Zu Ehren der Künstlerin Tamara O’Byrne wird zu deren fünftem Todestag in Zusammenarbeit mit dem Galerieverein Reutte und der Marktgemeinde Reutte ab 14. April eine Gedenkausstellung stattfinden.