Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Sa, 09.03.2019


Bühne

„Kleinkunst Kitzbühel“ feiert großes Jubiläum

Lisa Eckhart spielt heute zum Jubiläum des Vereins „Kleinkunst Kitzbühel“ ihr aktuelles Stück „Die Vorteile des Lasters“.

© Franziska SchrödingerLisa Eckhart spielt heute zum Jubiläum des Vereins „Kleinkunst Kitzbühel“ ihr aktuelles Stück „Die Vorteile des Lasters“.



Sport und Kultur gehen nicht immer Hand in Hand, und in Kitzbühel steht oft der Sport im Vordergrund. Doch das stört einige hartnäckige Vereine und Initiativen nicht. Dazu gehört seit nunmehr 30 Jahren der Verein „Kleinkunst Kitzbühel" mit Pauli Huter und Peggo Jöchl.

Der Verein wurde 1988 von den Kitzbühelern Paul Huter, Andreas Höck, Harald Jöchl, Andreas Herler, Peggo Jöchl und Peter Prax ins Leben gerufen und ist seither ein Fixstern am Kulturhimmel der Gamsstadt. Vor allem hat sich der Verein auf das Kabarett konzentriert und konnte hier schon nahezu alle Größen der heimischen Kabarettszene auf der Bühne begrüßen, wie zum Beispiel Josef Hader, Leo Lukas, Mike Supancic oder jetzt beim Jubiläum Clemens Maria Schreiner. Und heute Abend, zum Abschluss der Feier, die wohl derzeit spitzeste Zunge unter den österreichischen Kabarettisten, Lisa Eckhart. „Pauli hat damals in Graz studiert und damit hatten wir super Kontakte in die Kabarettszene", schildert Peggo Jöchl. Aber nicht nur die Lachmuskeln werden bedient, auch Konzerte stehen immer wieder auf dem Programm. Eine große Konstante in der Geschichte des Vereins ist aber vor allem das legendäre Café Praxmair in der Kitzbüheler Vorstadt, welches dem Verein seit jeher als Veranstaltungslokal dient. „Ohne Peter Prax wäre das damals nicht gegangen. Es ist sehr schön, dass es auch nach seinem Tod im Jahr 2005 weitergegangen ist", schildert Jöchl.

Einen großen Dank richtet er zum Jubiläum an das Publikum. „Es hat uns immer die Stange gehalten und bildet die Basis", sagt Jöchl. Er spricht aber auch von Nachwuchssorgen, nicht beim Publikum, sondern im Verein. „Es wäre schön, wenn Junge sich bei uns einbringen würden. „Wir würden uns auch rauswerfen lassen", scherzt Jöchl.




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