Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Sa, 27.04.2019


Bezirk Reutte

Publikum in Elmen und Lech kommt in Bewegung

Heimatbühne Elmen und Kulturverein „lech.tember“ laden zum ersten Wandertheater.

Heimatbühne-Obmann Werner Ginther, „lech.tember“-Programmgestalterin LR Beate Palfrader und Heiner Ginther, Obmann des Vereins „lech.tember“ (v. l.) bei der Präsentation des neuen Theaterprojektes.

© TscholHeimatbühne-Obmann Werner Ginther, „lech.tember“-Programmgestalterin LR Beate Palfrader und Heiner Ginther, Obmann des Vereins „lech.tember“ (v. l.) bei der Präsentation des neuen Theaterprojektes.



Von Simone Tschol

Elmen – Mit einer neuen Idee lässt der Kulturverein „lech.tember“ in Elmen dieser Tage aufhorchen. In Kooperation mit der örtlichen Heimatbühne wurde ein neues Projekt ins Leben gerufen, welches am Freitag, 14. Juni, in Elmen Premiere feiern wird: das erste Lechtaler „Wandertheater“.

Die zwei Vereine verbinden nicht nur zahlreiche Mitglieder, die da wie dort engagiert zu Werke gehen. Mit der Aufführung von „Loriot“ wurden auch bereits gemeinsame Erfahrungen auf der Theaterbühne gesammelt. Die beiden Obmänner – Werner Ginther (Heimatbühne Elmen) und Heiner Ginther (lech.tember) – hatten daher leichtes Spiel, ihre Kollegen für das Wandertheater zu begeistern.

Und so funktioniert’s: Das Theaterpublikum trifft sich in der Veranstaltungshalle „Zalma“ in Elmen. Nach einem kleinen Sektempfang werden die Besucher in drei Gruppen aufgeteilt. Eine bleibt vor Ort, die beiden anderen bewegen sich, begleitet von einem musikalischen Wanderführer, zu den anderen beiden Spielorten – eine zu einem Stadel, die andere zum Dorfplatz. Dann geht es los. Dem Publikum werden an den drei Spielstätten verschiedene Einakter – vom klassisch-tragischen Stück über einen netten ländlichen Sketch bis hin zur modernen Krimikomödie – dargeboten. Spieldauer: zirka 25 bis 30 Minuten.

Danach ziehen die Gäste weiter zur nächsten Spielstätte. Haben alle Gruppen alle drei Aufführungen gesehen, treffen sich Schauspieler und Publikum wieder in der „Zalma“ zum gemütlichen Beisammensein.

LR Beate Palfrader, Programmgestalterin des Vereins „lech.tember“ und selbst begeisterte Theaterspielerin: „Ohne Heimatbühne wäre das gar nicht möglich. Aber wir haben ja schon in der Vergangenheit gut zusammengearbeitet.“ Auch der Obmann der Heimatbühne, Werner Ginther, ist von der Idee begeistert: „Wir haben das im Verein besprochen. 50 Prozent unserer Mitglieder sind eh schon bei „lech.tember“ und der Rest war auch gleich dafür.“

Heiner Ginther, Bürgermeister der umtriebigen Lechtalgemeinde und Obmann des Kulturvereins „lech.tember“: „Wir möchten das schon für das heimische Publikum machen. Und die Heimatbühne geht erst im Herbst wieder in die Spielsaison – also ist genug Zeit dazwischen.“

Premiere ist am 14. Juni. Weitere Spieltermine: 15. und 28. Juni sowie 5. und 6. Juli.