Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Mi, 26.06.2019


Bezirk Schwaz

Kaiserliches Musiktheater im Schwazer Stadtpark

In und um die Stadtpfarrkirche herum erlebten Hunderte Zuschauer die Uraufführung von „Die sieben Leben des Maximilian – Zweierlei Recht“.

© ©Roland MühlangerIn und um die Stadtpfarrkirche herum erlebten Hunderte Zuschauer die Uraufführung von „Die sieben Leben des Maximilian – Zweierlei Recht“.



Mit begeistertem Applaus feierte das Publikum nach der Uraufführung von „Die sieben Leben des Maximilian — Zweierlei Recht" 177 Laiendarsteller aus Schwaz, Komponisten, Autoren, Dirigenten, Choreografen und Organisatoren im Schwazer Stadtpark. Im Maximilianjahr wurde das Festival für aktuelles Musiktheater an sieben Tiroler Orten mit Werken internationaler und lokaler zeitgenössischer Komponisten vom Land Tirol initiiert.

Die Klangspuren organisierten jenes in Schwaz. Laut ihnen waren 650 Besucher dabei, als am Vorplatz der Stadtpfarrkirche Maria Himmelfahrt kurz vor 18 Uhr mit Trompetenrufen aus den Fenstern der Galerie der Stadt Schwaz und der Bundesmusikkapelle Weerberg auf den Treppen der Kirche der Auftakt zu „Zweierlei Recht" begann. Im Anschluss strömten die Zuschauer in die Pfarrkirche und folgten dem Musiktheater. Erzählt wurde die Geschichte von Schwaz zu Maximilians Zeiten mit dem florierenden Silberabbau und der Teilung in Knappen und Stadtmenschen, was sich auch heute noch in der Stadtpfarrkirche mit einem Bürgerschiff und einem Knappenschiff widerspiegelt.
Einen wichtigen Part im Stück hatte auch die „Maria Maximiliana", die größte noch erhaltene „mittelalterliche Glocke" Österreichs in der Schwazer Stadtpfarrkirche, deren Guss Kaiser Maximilian I. wesentlich mitfinanzierte. Sie bildete mit Glockenschlägen den Abschluss von „Zweierlei Recht" im Stadtpark. (TT)
Daniel Oliver Moser, Angelika Schopper, Cathy Milliken, Kathrin Röggla und Klaus Niederstätter (v. l.) hatten die kreative Leitung.
Daniel Oliver Moser, Angelika Schopper, Cathy Milliken, Kathrin Röggla und Klaus Niederstätter (v. l.) hatten die kreative Leitung.
- Klangspuren/Mühlanger
- ©Roland Mühlanger
- ©Roland Mühlanger