Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Mo, 21.10.2019


Bezirk Schwaz

“Silberberg“-Ensemble hält im Lendbräukeller Einzug

Nach dem Freilichttheater „Silberberg“ hat dessen Ensemble eine künstlerische Zukunft.

Das Silberberg-Ensemble bei der Dernière. Es wird künftig im Lendbräukeller mitwirken.

© E.HölzlDas Silberberg-Ensemble bei der Dernière. Es wird künftig im Lendbräukeller mitwirken.



Von Angela Dähling

Schwaz – Zwölf (ausverkaufte) Freilichtaufführungen samt langer Probenzeit schweißten sie zusammen: die über 40 Darsteller von Felix Mitterers „Silberberg“. Wie geht es nun weiter mit dem Potpourri verschiedenster Charaktere, Theater-Neulinge, Laien-Darsteller und Profis, die unter der Regie von Markus Plattner zu einer Art Silberberg-Familie zusammenwuchsen. Eine, die Plattner offenbar in sein Herz geschlossen hat. Denn er bot ihr jetzt an, „sein Ensemble“ zu sein, mit dem er diverse Projekte in unterschiedlicher Besetzung im Schwazer Lendbräukeller umsetzen will. „Ohne Vertrag oder Vereinsbindung. Ganz freiwillig.“ Damit hat die Silberberg-Familie nun ein Dach überm Kopf und eine gemeinsame künstlerische Zukunft.

Apropos Zukunft: In welchen Intervallen das „Silberberg“-Stück wieder aufgeführt werden soll, steht laut Bürgermeister Hans Lintner noch nicht fest. „Wir haben das Stück gefilmt und werden Ende November im Rahmen eines Filmabends allen Mitwirkenden, Regie und Produktion eine DVD als Dank und Anerkennung überreichen. Im Zuge dessen wollen wir Meinungen hinsichtlich der Wiederaufführung erheben“, sagt Lintner. Es habe äußerst viele positive Rückmeldungen seitens der Zuschauer gegeben. Aber es gebe auch Adaptierungsbedarf. „Hinten konnten die Leute die Bühne schlecht sehen“, nennt er ein Beispiel. Weil ein hohes Maß an historischem Vorwissen nötig gewesen sei, um dem Stück folgen zu können, plädiere er für inhaltliche Adaptierungen. Es komme da auch auf das Konzept des zukünftigen Regisseurs an. Der könne durchaus wieder Markus Plattner heißen. „Es soll nur nicht die Wiederholung des Gleichen sein“, sagt BM Lintner. Der Aufführungsort vor der Stadtpfarrkirche sei besonders, Lintner persönlich hält daran jedenfalls fest.