Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Mi, 03.09.2014


Bühne

Der zauberhafte Entertainer ist wieder auf Tour

Markus Gimbel aus Söll kam vor 23 Jahren durch Zufall zur Zauberei. Heute bringt er sein Publikum bei 200 Auftritten im Jahr zum Lachen.

Markus Gimbel tritt mit seiner Hasenpuppe Laurin Durnholzer auch als Bauchredner auf. <span class="TT11_Fotohinweis">Foto: Susanne Sigl</span>

© Markus Gimbel tritt mit seiner Hasenpuppe Laurin Durnholzer auch als Bauchredner auf. Foto: Susanne Sigl



Von Michael Mader

Söll – Koch und Barkeeper waren nicht das Richtige für ihn, aber als zauberhafter Entertainer hat er schlussendlich seine Passion gefunden: Die Rede ist von Markus Gimbel aus Söll, der vor rund 23 Jahren ganz per Zufall zur Zauberei fand. „In der Bar in Ellmau, in der ich gearbeitet habe, war öfter Tim Saiet, ein Skilehrer aus England, der einmal in der Woche gezaubert hat. Die Zauberei hat mich sofort fasziniert“, sagt Gimbel.

Und eines Tages nahm ihn Saiet, der früher bei den Royal Marines war, mit nach London. „Dort war ich zwei Jahre lang sein Mädchen für alles, dafür brachte er mir das Zaubern bei“, erinnert sich Gimbel an Auftritte seines Mentors u. a. bei einer Champagner-Präsentation von Ivana Trump oder bei einem Cannes-Werbespot mit Eurythmics-Star Dave Stuart. Er selbst fungierte eher als Butler und Assistent und wurde von Saiet zum stundenlangen Üben animiert.

Im Laufe der Jahre machte Gimbel zusätzlich noch Schauspielausbildungen in Paris und London und eine Stimmausbildung in Wien. „Kunststücke kann man gleich einmal vorführen, aber ich wollte einfach mehr bieten“, meint Gimbel dazu, der die Zauberei seit 1995 hauptberuflich ausübt. Wobei er sich selbst eher als zauberhafter Entertainer sieht denn als reiner Zauberer. Der Übergang ist fließend. Gerade die Auftritte als Bauchredner mit seiner Hasenpuppe Laurin Durnholzer aus dem Sarntal in Südtirol haben auch etwas Kabaretthaftes. „Laurin sagt, was er sich denkt. Da bin ich eher auf Situationskomik aus. Das wird von anderen Bauchrednern auch kritisiert, weil ich meine Lippen mehr bewege als sie. Aber bei mir ist es nicht einstudiert, wo man das leichter verbergen kann, sondern ich reagiere auf das Publikum“, erklärt Gimbel.

Laurin ist ein Unikat: Der Hase wurde von Gimbels Onkel, einem Puppenbauer, der früher für das Marionettentheater in München gearbeitet hat, nach den zeichnerischen Vorgaben von Markus gefertigt. „Wenn Laurin einmal kaputt wird, stirbt auch die Nummer“, sagt Gimbel. Doch davon ist derzeit keine Rede: Bei mehr als 200 Auftritten im Jahr bringt der zauberhafte Entertainer sein Publikum zum Lachen – mit oder ohne Laurin, „dessen Auftritte nicht unbedingt für Kinder geeignet sind“, schmunzelt Gimbel über das „Schandmaul Laurin“.

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Im November ist der Magier mit seiner zauberhaften Gasthaustournee (Zauberei bzw. Kabarett mit Essen) in der Heimat zu sehen: Am 13. im Bella Vita in Söll, am 14. beim Sattlerwirt in Ebbs und am 15. im Gasthaus Post in Strass im Zillertal. Mehr Informationen über Markus Gimbel gibt es im Internet unter www.markusgimbel.com.