Letztes Update am Sa, 09.07.2016 09:19

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Film und TV

Französischer Filmemacher Jacques Rouffio 87-jährig gestorben

Zum bekanntesten Werk des Franzosen gehörte der Film „Die Spaziergänger von Sans-Souci“ – dem letzten Film, in dem Romy Schneider vor ihrem Tod mitwirkte.



Paris – Der französische Filmemacher und Drehbuchautor Jacques Rouffio ist tot. Nach Angaben seiner Kinder starb Rouffio am Freitag im Alter von 87 Jahren in Paris. Zu seinen bekanntesten Filmen gehört „Die Spaziergängerin von Sans-Souci“ von 1982, der letzte Film mit Romy Schneider.

Rouffio wurde 1928 in Marseille geboren. Über Jahre hinweg arbeitete er als Assistent berühmter französischer Regisseure, bevor er sich 1967 mit „Der Horizont“ an seinen ersten eigenen Kinofilm wagte. In den 70er Jahren feierte er Erfolge mit „Violette und Francois“ (1977) mit Jacques Dutronc, Isabelle Adjani und Serge Reggiani in den Hauptrollen und „Zucker, Zucker“ (1978) unter anderem mit Gerard Depardieu. Zu seinen Lieblingsschauspielern zählten neben Depardieu Jean Carmet und Michel Piccoli.

Mit Piccoli und Romy Schneider drehte er 1982 „Die Spaziergängerin von Sans-Souci“, ein Drama um einen späten Racheakt an einem deutschen Nazi-Diplomaten. Nur wenige Wochen nach der Premiere starb Romy Schneider. Rouffio drehte noch drei weitere Kinofilme, mit „L‘Orchestre Rouge“ beendete er dann 1989 seine Karriere als Filmemacher.

Der ehemalige Vorsitzende des Filmfestivals von Cannes, Gilles Jacob, würdigte Rouffio als einen der französischen Regisseure, die die Kamera auf „die Schändlichkeiten und Mauscheleien“ der Gesellschaft hielten. Seine Filme als mehr oder weniger subtile Pranger „werden bleiben“, erklärte Jacob. (APA/AFP)