Letztes Update am Di, 19.09.2017 09:38

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Auszeichnung

Spielfilmpreis “First Steps Award“ für Salzburger Adrian Goiginger

Der Film gibt Einblicke in das Leben des siebenjährigen Protagonisten Adrian und seiner heroinabhängigen Mutter. Die Auszeichnung wird seit 15 Jahren für besten Abschlussfilme von Filmschülern verliehen.

© www.firststeps.deDer 7-jährige Adrian will Abenteurer werden. Dabei bietet ihm das Leben mit seiner Heroin-abhängigen Mutter bereits eine Herausforderung.



Berlin - Der Österreicher Adrian Goiginger ist am Montagabend in Berlin für seinen Film "Die beste aller Welten" mit einem First Steps Award in der Kategorie Bester Langspielfilm ausgezeichnet worden. Die Ehrungen werden seit über 15 Jahren für Abschlussfilme von Filmschülern aus deutschsprachigen Ländern verliehen.

Goiginger studiert an der Filmakademie Baden-Württemberg Ludwigsburg.In seinem autobiografischen Spielfilmerstling "Die beste aller Welten" erzählt der 26-jährige Salzburger Regisseur einfühlsam vom Leben des siebenjährigen Adrian mit seiner heroinabhängigen Mutter. Sein Film wurde bereits bei der 67. Berlinale mit dem Kompass-Perspektive-Preis ausgezeichnet. Hauptdarstellerin Verena Altenberger wurde für ihre auf der Diagonale in Graz sowie beim Moskauer Filmfestival mit dem Darstellerpreis prämiert. Der Film ist seit 8. September in österreichischen Kinos zu sehen.


Das Werk "Lomo - The Language of Many Others" bekam gleich zwei der Preise für den Filmnachwuchs. So ehrten die Jurys bei der Gala den Hauptdarsteller Jonas Dassler mit dem neu geschaffenen Götz-George-Nachwuchspreis. Er spielt den 17-jährigen Blogger Karl. Ebenfalls für diesen Streifen, entstanden an der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin, erhielt Michal Grabowski den Kamerapreis.


Zwei weitere Auszeichnungen gingen an den Film "Watu Wote" zu einem Überfall auf einen Bus in der Grenzregion von Kenia und Somalia. Er wurde als bester Kurzfilm geehrt (Regie: Katja Benrath, Hamburg Media School) und geht auf eine wahre Begebenheit zurück. Zudem erhielt Produzent Tobias Rosen den No Fear Award. Der beste mittellange Spielfilm ist der Jury zufolge "Final Stage" von Regisseur Nicolaas Schmidt aus Hamburg.
Moderiert wurde die Gala im Theater des Westens von Schauspielerin Aylin Tezel (33) und Darsteller Jerry Hoffmann (28). Vier Fachjurys vergaben insgesamt 112.000 Euro an die Macher von Spielfilmen, Werbespots und Dokumentarfilmen. (APA/dpa)