Letztes Update am Sa, 04.11.2017 16:51

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Europäischer Filmpreis

Josef Hader als bester Schauspieler Europas nominiert

Hader ist beim Europäischen Filmpreis für seine Rolle als Stefan Zweig in „Vor der Morgenröte“ als bester Schauspieler nominiert.

© Thomas Boehm / TTDer Schauspieler, Autor Regisseur und Kabarettist Josef Hader.



Wien – Josef Hader kann sich Hoffnungen auf die Auszeichnung als bester Schauspieler Europas machen: Am Samstag wurde bekannt, dass der 55-Jährige für seine Rolle als Stefan Zweig in „Vor der Morgenröte“ beim Europäischen Filmpreis in der Kategorie Bester Schauspieler nominiert ist. Genannt ist hier auch der französische Altmeister Jean-Louis Trintignant für seine Rolle in Michael Hanekes „Happy End“.

Ebenfalls mit ihrem Auftritt im Familiendrama des österreichischen Starregisseurs ist Isabelle Huppert im Rennen um die Auszeichnung als beste Darstellerin. Dort trifft sie unter anderen auf die deutsche Kollegin Paula Beer, die für ihre Rolle in Francois Ozons Drama „Frantz“ genannt ist – sowie ihre Landsfrau Juliette Binoche, die mit „Meine schöne innere Sonne – Isabelle und ihre Liebhaber“ ins Rennen geht.

Dies gab die Europäische Filmakademie am Samstag im Rahmen des Filmfestivals in Sevilla bekannt. Die Gewinner des Europäischen Filmpreises werden dann am 9. Dezember im Haus der Berliner Festspiele gewürdigt. (APA)

Die Nominierungen für den 30. Europäischen Filmpreis

Bester Spielfilm:

„Körper und Seele“ von Ildiko Enyedi (Ungarn)

„Die andere Seite der Hoffnung“ von Aki Kaurismäki (Finnland)

„The Square“ von Ruben Östlund (Schweden)

„Loveless“ von Andrey Zvyagintsev (Russland)

„120 BPM“ von Robin Campillo (Frankreich)

Beste Komödie:

„Willkommen bei den Hartmanns“ von Simon Verhoeven (Deutschland)

„The Square“ von Ruben Östlund (Schweden)

„King of the Belgians“ von Jessica Woodworth und Peter Brosens (Belgien)

„Vincent“ von Christophe van Rompaey (Belgien)

Beste Schauspielerin:

Paula Beer in „Frantz“

Isabelle Huppert in „Happy End“

Juliette Binoche in „Meine schöne innere Sonne – Isabelle und ihre Liebhaber“

Alexandra Borbely in „Körper und Seele“

Florence Pugh in „Lady Macbeth“

Bester Schauspieler:

Colin Farrell in „The Killing of a Sacred Deer“

Jean-Louis Trintignant in „Happy End“

Claes Bang in „The Square“

Nahuel Perez Biscayart in „120 BPM“

Bester Dokumentarfilm:

„Austerlitz“ von Sergei Loznitsa (Ukraine/Deutschland)

„Komunia“ von Anna Zamecka (Polen)

„Mein Leben - Ein Tanz“ von Lucija Stojevic (Spanien/Island/USA)

„Stranger in Paradise“ von Guido Hendrikx (Niederlande)

„The Good Postman“ von Tonislav Hristov (Bulgarien)

Bester Animationsfilm:

„Ethel & Ernest“ von Roger Mainwood (Großbritannien)

„Louise en Hiver“ von Jean-Francois Laguionie (Frankreich)

„Loving Vincent“ von Dorota Kobiela und Hugh Welchman (Polen/Großbritannien)

„Zombillenium“ von Arthur de Pins und Alexis Ducord (Frankreich)

Beste Regie:

Ildiko Enyedi für „Körper und Seele“

Aki Kaurismäki für „Die andere Seite der Hoffnung“

Andrey Zvyagintsev für „Loveless“

Yorgos Lanthimos für „The Killing of a Sacred Deer“

Ruben Östlund für „The Square“

Bestes Drehbuch:

Ildiko Enyedi für „Körper und Seele“

Ruben Östlund für „The Square“

Yorgos Lanthimos und Efthimis Filippou für „The Killing of a Sacred Deer“

Oleg Negin und Andrey Zvyagintsev für „Loveless“

Francois Ozon für „Frantz“

Bester Debütfilm:

„Lady Macbeth“ von William Oldroyd (Großbritannien)

„Der Einsiedler“ von Ronny Trocker (Italien)

„Sommer 1993“ von Carla Simon (Spanien)

„Bezbog“ von Ralitza Petrova (Bulgarien)

„Petit Paysan“ von Hubert Charuel (Frankreich)

Europäischer Beitrag zum Weltkino: Julie Delpy

Ehrenpreis für das Lebenswerk: Alexander Sokurow