Letztes Update am Mi, 08.11.2017 19:05

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


1938-2017

Einstiges Bond-Girl Karin Dor gestorben

An der Seite von Sean Connery wurde sie als James-Bond-Schönheit berühmt. Karin Dor brillierte vor allem in der Rolle der verfolgten Unschuld. Im Alter von 79 Jahren ist sie nun gestorben.

© 20CenturyFoxKarin Dor war Bond-Girl in "James Bond 007 - Man lebt nur zweimal".



München – Die Schauspielerin Karin Dor ist im Alter von 79 Jahren gestorben. Sie starb am Montagabend nach mehreren Stürzen in einem Pflegeheim, wie die Komödie im Bayerischen Hof in München am Mittwoch mitteilte. Zuerst hatte die Bild-Zeitung berichtet. Dor ist Millionen Zuschauern als Bond-Girl in „James Bond 007 - Man lebt nur zweimal“ bekannt, sie war das einzige deutsche Bond-Girl. Außerdem war Dor in mehreren Karl-May-Verfilmungen zu sehen.

1938 wurde sie in Wiesbaden als Kätherose Derr geboren. Ihre Karriere begann früh. Als Jugendliche erhielt sie ihre erste kleine Rolle in „Rosen-Resli“. In dem Spielfilm von 1954 hatte sie einen einzigen Satz zu sprechen: „Himmlisch, Frau Chefin, einfach himmlisch!“

An der Seite von Sean Connery

Karin Dor brillierte besonders in der Rolle „der verfolgten Unschuld, der grundlos Verdächtigten und der schutzbedürftigen Schönheit - eine Idealbesetzung für die Edgar-Wallace-Krimis und Karl-May-Verfilmungen“, wie es im Munzinger-Archiv heißt.

1967 wurde sie dann international als James-Bond-Schönheit Helga Brandt an der Seite von Sean Connery bekannt. In dem Film stirbt sie einen schrecklichen Tod - sie wird von Piranhas gefressen. Danach bekam sie ein Angebot von Alfred Hitchcock, der sie als heißblütige Kubanerin für den Spionagethriller „Topas“ (1969) engagierte.

Scheidung und Krebserkrankung

Ihre Scheidung von Harald Reinl - Regisseur der Winnetou-Filme - sowie eine Krebserkrankung warfen Dor zurück. Im US-Fernsehen sah man sie dann 1970 in der Krimi-Serie „Der Chef“.

Zuletzt wirkte sie in zwei Rosamunde-Pilcher-Verfilmungen in den Jahren 1997 und 2000 mit. Im Drama „Ich bin die Andere“ von 2006 spielte sie eine alkoholkranke Mutter, deren Tochter (Katja Riemann) unter einer Persönlichkeitsspaltung leidet. (dpa)


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