Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom So, 24.06.2018


Film und TV

Johnny Depp verstörend offen

In einem Interview sprach der Schauspieler unter Tränen über tote Freunde und seine Kindheit.

© APSchauspieler Johnny Depp.



London – Es ist nicht die Zeit des Johnny Depp. Nach den Gerüchten um seinen Bankrott (34 Millionen Euro) gab der „Fluch der Karibik“-Star nun ein verstörendes Interview mit dem Rolling Stone. Während des Gesprächs soll Depp gekifft, getrunken und geweint haben.

„Es ist beleidigend zu sagen, dass ich 30.000 Dollar für Wein im Monat ausgegeben habe. Weil es weit mehr war“, so Depp zu Journalist Stephen Rodrick. Der Hintergrund solcher Aussagen ist, dass Depp sich in einem juristischen Streit mit seinen ehemaligen Managern befindet, denen er Nachlässigkeit vorwirft. Die wiederum werfen ihm Verschwendertum vor.

Sein persönlicher Schmerz, so Depp, habe bereits viel früher begonnen, in seiner Kindheit. So reflektiert er über die schwierige Beziehung zu seiner Mutter: „Meine Mum war vielleicht der gemeinste Mensch, den ich je in meinem Leben getroffen habe.“ Als Kleinkind habe er „irrationale Schläge“ von ihr bekommen.

Nach dem Tod seines damaligen besten Freundes River Phoenix 1993 wurde Depp jahrelang vorgeworfen, Phoenix die tödliche Dosis an Drogen verabreicht zu haben: „Stellen Sie sich vor, damit leben zu müssen.“ (TT)