Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Mi, 01.08.2018


Film und TV

Comeback für die Cops

Die dritte Staffel der ORF-Serie „CopStories“ wurde bereits 2015 gedreht. Jetzt wird sie ausgestrahlt.

© ORFMartin Leutgeb greift als Bezirksinspektor Matthias Gerber auch in der dritten Staffel der „CopStories“ zur Dienstwaffe.Foto: ORF/Domenigg



Wien – Ab 14. August gibt es Nachschub in Sachen „CopStories“: Die Reihe rund um den Alltag in der Polizeiinspektion Kreitnergasse in Wien-Ottakring findet in der dritten Staffel ihre Fortsetzung in ORF eins. Programmdirektorin Kathrin Zechner zeigte sich im Rahmen eines Einsatztrainings für Schauspieler und Journalisten erfreut, dass man die seit Langem produzierte Staffel nun „endlich rausschießt“.

Drehschluss für die dritte und vierte Staffel war bereits im Jahr 2015. Jetzt kommen die nächsten zehn Episoden mit dem Team um Kommandant Andreas Bergfeld (Johannes Zeiler) „endlich auf den Schirm“, sagte Zechner am Dienstag. Dass die Ausstrahlung (jeweils am Dienstag um 21.05 Uhr) erst jetzt erfolgt, liege im Ausstrahlungsbudget begründet. Man produziere alljährlich rund ein Viertel mehr, als dadurch gedeckt sei, was zur Folge habe, dass manche Produktionen warten müssten, erklärte die ORF-Programmdirektorin. Die Ausstrahlung der vierten Staffel und eines Weihnachtsspecials stellte Zechner für 2019 in Aussicht.

Man bemühe sich, in Kooperation mit der Wiener Polizei die „CopStories“ „ganz nahe an der Wirklichkeit“ anzusiedeln und gleichzeitig „gute Fiktion“ einfließen zu lassen, erklärte Produzent Florian Gebhardt. Dem Ansatz, „einen Zugang auf Augenhöhe“ zu entwickeln, sei man seit dem Start der Serie 2013 treu geblieben. Auch deshalb lege man Wert auf größtmögliche Authentizität, etwa durch gemeinsame Einsatztrainings mit Polizeibeamten und direkte Unterstützung am Set.

Dadurch habe sich sein Bild von der Polizei durchaus verändert, erzählt etwa Darsteller Michael Steinocher: „Sollte aus meiner Schauspielkarriere doch nichts werden, kann ich mir durchaus eine Laufbahn in Uniform vorstellen“, witzelt er. Dass die seit Langem abgedrehten Folgen jetzt gezeigt werden, freut Steinocher jedenfalls „riesig“. Er sei immer wieder danach gefragt worden, ob die Staffeln irgendwann aus dem Archiv kommen. „Jetzt kann ich sagen, ‚jetzt kommt’s‘“. Im Ensemble, dem auch der Tiroler Martin Leutgeb angehört, habe er durchwegs gespürt, dass die Kollegen „das Format sehr, sehr gemocht haben“, sagte ein ob der nunmehr bevorstehenden Ausstrahlung ebenfalls erleichterter Serge Falck. Ob es eine fünfte Staffel geben wird, könne man jetzt noch nicht sagen, so die beiden Schauspieler. (APA, TT)




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