Letztes Update am Di, 09.10.2018 08:39

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Serien

ORF und Netflix entwickeln Serie über Sigmund Freud

Die Dreharbeiten in Wien und Prag sollen im Jänner beginnen.

© ReutersAm 29. August 1997 wurde Netflix gegründet, zehn Jahre später stieg das Unternehmen in das Video-on-Demand-Geschäft ein. 2013 startete die erste eigenprodudizerte und vielfach ausgezeichnete Serie "House of Cards".



Wien – Der junge Sigmund Freud steht im Mittelpunkt eines neuen Serienprojekts. Dafür arbeiten der Österreichische Rundfunk (ORF), Bavaria Fiction und Netflix zusammen. Die Handlung spielt im Wien des Jahres 1886, wo die Theorien des knapp 30 Jahre alten Sigmund Freud (Robert Finster) zur Psychoanalyse auf breite Ablehnung stoßen, außer bei dem Medium Fleur Salom (Ella Rumpf) und bei dem Polizisten Alfred Kiss (Georg Friedrich). Bald finden sich die drei inmitten einer Verschwörung wieder, die Österreich in Atem hält.

Es ist die erste Zusammenarbeit von Netflix und dem ORF, wie der Streamingdienst am Dienstag mitteilte. Die Dreharbeiten in Wien und Prag sollen im Jänner beginnen.

„Möchte Freud zeigen, wie wir ihn nicht kennen“

Finster spielt Freud nicht als Analytiker mit Patienten auf der Couch, sondern rastlos auf Mörderjagd im Wien des späten 19. Jahrhunderts. Regie bei der österreichisch-deutschen Serie mit acht Folgen zu je 45 Minuten, führt der gebürtige Wiener Marvin Kren, der bereits zwei Mal mit dem Max-Ophüls-Preis ausgezeichnet wurde. Zusammen mit Stefan Brunner und Benjamin Hessler hat er auch die Drehbücher geschrieben. „Ich möchte einen ,Freud‘ zeigen, den wir so nicht kennen und noch nie gesehen haben“, so der Autor und Regisseur. „Einen Mann auf der Suche nach Anerkennung, zwischen zwei Frauen, zwischen Vernunft und Trieben.“

ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz sagte, mit „Freud“ entstehe eine internationale Serie, die sich aus einem überraschenden Blickwinkel heraus einer österreichischen Persönlichkeit widme, deren Wirkungskreis weit über die Landesgrenzen hinausgehe. „Mit diesem Serienprojekt geht der ORF die erste Zusammenarbeit mit dem erfolgreichen Streaming-Anbieter Netflix ein und baut damit seine Bedeutung als starker und verlässlicher Partner für internationale Content-Allianzen weiter aus.“ (dpa)




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