Letztes Update am Do, 29.11.2018 14:11

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


TV-Show

Fast jeder Dritte Deutsche wünscht sich „Wetten, dass..?“ zurück

Ewige Liebe? Vier Jahre nach dem Ende der ZDF-Show wünscht sich jeder dritte deutsche TV-Zuschauer „Wetten, dass..?“ auf den Bildschirm zurück. Nur die ganz Jungen vermissen einen anderen Moderator mehr als Thomas Gottschalk.

Moderierte "Wetten, dass ..." von 1994 bis 2011: Thomas Gottschalk.

© Moderierte "Wetten, dass ..." von 1994 bis 2011: Thomas Gottschalk.



Berlin – Die einstige ZDF-Erfolgsshow „Wetten, dass..?“ erfreut sich immer noch großer Popularität. Fast jeder Dritte möchte in Deutschland den Fernsehklassiker wieder auf den Bildschirm zurückhaben. 30 Prozent wünschten sich in einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsfirma YouGov im Auftrag der Zeitschrift „Auf einen Blick“ die Rückkehr der Show, die bis 2011 mit Thomas Gottschalk lief und danach noch bis zur ihrer Einstellung 2014 mit Markus Lanz.

Musikantenstadl ist Geschichte

Auf Platz zwei landete der ARD-Klassiker „Am laufenden Band“, den 20 Prozent der Befragten gerne zurück hätten – die Sendung, präsentiert von Spaßmacher Rudi Carrell – lief von 1974 bis 1979. Gleichauf mit 20 Prozent auf Platz zwei lag Stefan Raabs ProSieben-Spektakel „Schlag den Raab“, das mit dem Abgang von Raab von der Fernsehbühne Ende 2015 beendet wurde. Auch „Spiel ohne Grenzen“, vor allem in den sechziger und siebziger Jahren ein Hit, hat noch einige Anhänger. 19 Prozent wollen die internationale Spielshow wieder haben.

Auf dem letzten Platz fand sich die einst von Karl Moik und Andy Borg präsentierte Volksmusikparade „Musikantenstadl“ wieder, für die sich lediglich 5 Prozent erwärmten. Nicht viel besser erging es den Sendungen „Auf los geht‘s los“ (1977-1986) mit Joachim Fuchsberger und „Musik ist Trumpf“ (1975-1981) mit Peter Frankenfeld und später Harald Juhnke mit jeweils 6 Prozent. Diese Shows gibt es allerdings schon mehr als 40 Jahre nicht – dementsprechend sind sie weitgehend vergessen.

Raab wird vermisst

Beim jüngeren Publikum zwischen 18 und 24 Jahren platzierte sich „Schlag den Raab“ mit 42 Prozent ganz vorn. Offensichtlich geht es da aber besonders um die Präsenz von Erfinder Raab selbst, denn die Neuauflage mit Steffen Henssler war jüngst ein Schlag ins Wasser. (dpa)