Letztes Update am Sa, 08.12.2018 22:41

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Film und TV

Wolfgang Fischers „Styx“ erhielt Menschenrechts-Filmpreis

Der Film thematisiert die Reise eines überfüllten Flüchtlingsboots. Iris Berben, Präsidentin der Deutschen Filmakademie, lobte den Wiener Regisseur Wolfgang Fischer als mutig.

Susanne Wolff glänzt in der Rolle von Soloseglerin Rike, die auf hoher See an ihre Grenzen stößt.

© FilmladenSusanne Wolff glänzt in der Rolle von Soloseglerin Rike, die auf hoher See an ihre Grenzen stößt.



Nürnberg – Der deutsch-österreichische Film „Styx“ um ein beschädigtes und hoffnungslos überfülltes Flüchtlingsboot ist mit dem Menschenrechts-Filmpreis in der Kategorie Langfilm ausgezeichnet worden. Bei der Preisverleihung am Samstagabend in Nürnberg bezeichnete die Präsidentin der Deutschen Filmakademie, Iris Berben, den Wiener Regisseur Wolfgang Fischer als mutig.

Er habe einen Stoff ausgewählt, der zigfach an den südlichen Außengrenzen Europas tägliches Schicksal widerspiegle. Wer Migration als „die Mutter aller Probleme“ ansehe, solle sich 95 Minuten Zeit nehmen, um in dem Drama „die grausame Realität auf den altersschwachen Booten, die im Mittelmeer treiben, kennenzulernen“, sagte Berben.

Viele der 380 eingereichten Filme beschäftigten sich in diesem Jahr mit den Themen Flucht und Integration. Zu den Preisträgern sprach in Nürnberg auch der ehemalige deutsche Bundespräsident Joachim Gauck.

Als bester Kurzfilm wurde die Doku „Joe Boots“ von Florian Baron über einen Soldaten im Irak-Krieg geehrt. In der Kategorie Magazin gewann „Erst integrieren, dann abschieben: Deutschlands absurde Asylpolitik“ von Naima El Moussaoui und Ralph Hötte.

Alexander Hicks Dokumentation „Thinking like a Mountain“ über das Volk der Arhuacos auf dem höchsten Berg Kolumbiens wurde als bester Hochschulfilm ausgewählt. „Just a normal Girl“ von Vanessa Ugiagbe über Beschneidung, Zwangsheirat und Flucht aus Nigeria gewann bei den Amateuren, „Der Tatortreiniger - Sind Sie sicher?“ von Arne Feldhusen und Mizzi Meyer in der Kategorie Bildung. (dpa)


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