Letztes Update am Di, 19.02.2019 15:46

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Wer wird Millionär

Wahl-Innsbruckerin verbriet bei Jauch zwei Joker bei 200-Euro-Frage

Kollektives „Auf-dem-Schlauch-Stehen“ war am Montagabend bei Günther Jauch angesagt. Auf dem Weg zum Millionär gerieten gleich zwei Kandidaten recht früh ins Straucheln – darunter auch eine Wahl-Innsbruckerin. Zwei Joker gingen ihr bei der 200-Euro-Frage flöten.

Die in Innsbruck lebende Versicherungsmaklerin Sandra Harloff verzweifelte an der 200-Euro-Frage. Am Ende fuhr sie mit immerhin 8000 Euro mehr in der Tasche wieder nach Hause.

© TVNOW / GregorowiusDie in Innsbruck lebende Versicherungsmaklerin Sandra Harloff verzweifelte an der 200-Euro-Frage. Am Ende fuhr sie mit immerhin 8000 Euro mehr in der Tasche wieder nach Hause.



Innsbruck — Sandra Harloff ist vom Pech verfolgt. „Immer wenn ich etwas gewinne, verliere ich auch etwas", sagte die Deutsche, die in Innsbruck lebt und arbeitet, am Montagabend bei Günther Jauchs Quiz-Show „Wer wird Millionär". Nicht nur, dass ihr bei der Anreise zur Sendung im Zug die Handtasche samt Autoschlüssel gestohlen wurde, nein. Auch nachdem sie am Kandidatenstuhl 100 Euro in der Tasche hatte, gingen ihr gleich zwei Joker abhanden.

Erst hatte Jauch noch optimistisch angekündigt, die ersten fünf Fragen im Schnelldurchlauf erledigen zu wollen. Doch dann kam die 200-Euro-Frage: Wenn sich die Operndiva in Galileo Galileis Heimatstadt versingt, erklingt quasi der...? A: schrille Sound von Palermo, B: schräge Laut von Turin, C: unschöne Klang von Rom oder D: schiefe Ton von Pisa.

Nach zwei Jokern musste Jauch noch helfen

„Ich stehe auf dem Schlauch", beichtete die sichtlich nervöse Wahl-Tirolerin prompt — und zückte den ersten Joker. „Ich weiß gar nicht, ob wir das schon einmal hatten: Der Telefon-Joker bei der 200-Euro-Frage", witzelte Jauch.

Sandra Harloff hat nach zehn Jahren Berlin in Innsbruck ihre neue Heimat gefunden. „Die Berge sind viel schöner – und die Österreicher auch“, sagte sie zu Jauch.
Sandra Harloff hat nach zehn Jahren Berlin in Innsbruck ihre neue Heimat gefunden. „Die Berge sind viel schöner – und die Österreicher auch“, sagte sie zu Jauch.
- TVNOW / Gregorowius

Telefonjoker Marcus ließ sich von der viel zu rasch vorgelesenen Frage zusätzlich verwirren. Und dass Sandra Harloff beim zweiten Mal Vorlesen nur noch Galileis Heimatstadt wissen wollte, schien dem Angerufenen auch keine Hilfe zu sein.

Aber dass es bei der Frage weniger um den tatsächlichen Geburtsort Galileis, sondern mehr um die Formulierung davor ging, schien beiden nicht klar zu sein — Marcus tippte auf Rom, war sich aber nicht sicher.

Darum zog die Versicherungsmaklerin zusätzlich das Publikum zu Rate. Und auch hier fiel die Antwort nicht eindeutig aus. Die meisten — nämlich 45 Prozent — entschieden sich für Lösung „D". Als sie auch davon nicht überzeugt war, musste Jauch schließlich nachhelfen: „Wenn sich jemand versingt, dann sagt man ...?" Harloffs Antwort: „Dann sind es die schiefen Töne, ich nehme D."

Verflixter Plural: Dome, Döme, Doms oder Domi?

„Es war verlustreich, es war schwierig. Wir waren alle verzweifelt, haben gebangt, gehofft — aber wir haben 200 Euro", fasste es Quizmaster Jauch anschließend zusammen. Mit nur einem Joker in petto ging es dann weiter.

Die nächsten drei Fragen konnte die Neo-Österreicherin dann wieder beantworten, wobei sie auf die Frage nach der Mehrzahl von „Dom" beinah „Döme" ins Rennen schickte — dabei hätte ein Blick in den Text der Bundeshymne ihrer Wahlheimat gereicht, ist doch dort mitunter vom „Land der Dome" die Rede.

Am Ende ging Harloff, die Berlin gegen die Berge eintauschte, weil die „Österreicher so nett und schön sind", mit 8000 Euro nach Hause. Die Kosten von 350 Flocken für einen neuen Autoschlüssel sind damit zumindest gedeckt.

„Ich glaub' ich bin gerade doof geworden"

Ihr Vorgänger Andreas Reck war am Montag ebenfalls über eine scheinbar einfache Frage gestolpert. Für 300 Euro wollte Jauch wissen, „wer vielleicht schwimmen, aber nicht fliegen kann." Keine der vier Antwortmöglichkeiten — A: „Stockenten", B: „Pfeifenten", C: „Krickenten" oder D: „Studenten" — schien dem Kandidaten schlüssig.

Immerhin hatten die Zuschauer etwas zum Schmunzeln. „Ich bin so nervös und kapier' das nicht, das ist total einfach, oder?", wollte er von Jauch wissen. Dieser widerrum stichelte mit einem Augenzwinkern: „Das kommt natürlich auf den jeweiligen IQ an."

Der werdende Vater redete sich um Kopf und Kragen, aber sah den Wald vor lauter Bäumen nicht: „Ich glaub', ich bin doof geworden, jetzt gerade eben. Als ich mich hier angemeldet habe, war ich noch clever. Ich schäme mich so", sagte der Gastronom aus Ravensburg und fragte sich gleichzeitig: „Werde ich jetzt so ein witziges Video? Teilt man mich jetzt überall, weil ich so doof bin?" „Twitter läuft", antwortete Jauch und sollte Recht behalten.

Der Vorvorvorvorvorvorvorvorvorvorvorgänger von ...?

Recht hatte Reck dann nach einem Geistesblitz auch mit Antwort D: Studenten. Und er wusste auch, wer der Vorvorvorvorvorvorvorvorvorvorvorgänger des deutschen Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier war und dass Feuermelder mit einer zehnjährigen Batterie bestückt sind — sogar noch bevor die Antwortmöglichkeiten eingeblendet wurden. Trotz leichter Startschwierigkeiten erspielte der junge Mann am Ende 64.000 Euro. (tst)

Hatte bei 300 Euro von Enten keine Ahnung: Andreas Reck.
Hatte bei 300 Euro von Enten keine Ahnung: Andreas Reck.
- TVNOW / Gregorowius

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