Letztes Update am Di, 26.02.2019 13:52

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Deutschland

Jan Böhmermann erhält weiteren Grimme-Preis

Für „Lass dich überwachen! - Die Prism Is A Dancer Show“ rund und den Umgang mit persönlichen Daten im Internet erhalten Böhmermann und sein Team die begehrte Fernsehauszeichnung.

Der deutsche Satiriker Jan Böhmermann.

© imago stock&peopleDer deutsche Satiriker Jan Böhmermann.



Essen – Kein Grimme-Preis ohne Jan Böhmermann: Der bereits mehrfach ausgezeichnete Moderator und Fernsehmacher und sein Team erhalten die begehrte Fernsehauszeichnung in diesem Jahr für „Lass dich überwachen! - Die Prism Is A Dancer Show“ (ZDF/ZDFneo) zum Umgang mit persönlichen Daten im Internet. Insgesamt zeichnet das Grimme-Institut in diesem Jahr erneut 16 Produktionen aus.

Von ihnen sind 13 den öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten zuzuordnen, drei privaten Anbietern. Darunter sind zwei Serien: „Hackerville“ (HBO Europe/TNT Serie) und „Beat“ (Amazon Prime Video), wie das Grimme-Institut am Dienstag in Essen mitteilte.

Fokus auf Gegenwartsthemen

Instituts-Direktorin Frauke Gerlach stellte bei der Bekanntgabe der Grimme-Preisträger einen besonderen Fokus auf Gegenwartsthemen fest: Es habe sich in allen Kategorien beobachten lassen, „wie aktuelle Diskurse um Cyberkriminalität, Rechtspopulismus oder soziale Ungerechtigkeit durch mitreißend inszenierte, umfassend recherchierte, aber auch humoristische Geschichten transportiert werden“.

Die WDR-Journalistin Isabel Schayani erhält einen Grimme-Preis für eine „Besondere Journalistische Leistung“. Die Jury würdigt die besondere Qualität ihrer Tagesthemen-Kommentare, WDRforyou-Beiträge und Weltspiegel-Moderationen. Die Preise werden am 5. April im Theater Marl verliehen.

Der undotierte Grimme-Preis zeichnet Fernsehsendungen und -leistungen aus, die als vorbildlich bewertet wurden. Er gilt als einer der wichtigsten Preise für Qualitätsfernsehen in Deutschland. Stifter des Preises ist der Deutsche Volkshochschul-Verband. Nominiert waren mit „Die Protokollantin“ und „Krieg der Träume“ auch zwei Koproduktionen des ORF. (APA/dpa)