Letztes Update am Sa, 16.03.2019 09:30

DPA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Film und TV

Disney heuert Gunn nach Rauswurf für „Guardians of the Galaxy 3“ an

Mit den Comicfilmen „Guardians of the Galaxy“ landete James Gunn Blockbuster-Hits. Doch im vorigen Sommer stolperte der Regisseur über frühere Tweets, Disney feuerte ihn – und holt ihn nun auf den Regie-Stuhl zurück.

US-Regisseur James Gunn.

© AFPUS-Regisseur James Gunn.



Los Angeles – Überraschende Kehrtwende bei Disney: Im vergangenen Sommer hatte das Hollywood-Studio James Gunn (52) gefeuert, nun ist der „Guardians of the Galaxy“-Regisseur für den dritten Teil der Superhelden-Reihe aus dem Marvel-Universum wieder an Bord. Er schätze Disneys Entscheidung zutiefst, schrieb Gunn am Freitag in einem Tweet. Zugleich bedankte er sich bei allen, die ihn in den vergangenen Monaten unterstützt hätten. Es war sein erster Tweet seit dem Sommer.

Gunn, der die ersten beiden Teile der Superhelden-Reihe um die Figuren Star-Lord, Gamora und Groot inszeniert hatte, war im Juli 2018 von Disney als vorgesehener Regisseur von „Guardians of the Galaxy 3“ gefeuert worden. Grund waren frühere Tweets, in denen Gunn Witze über Pädophilie und Vergewaltigungen gemacht hatte.

Gunn entschuldigte sich damals und erklärte, er habe provozieren und Tabus brechen wollen, um Reaktionen zu erzeugen. Die meisten der Einträge stammten aus den Jahren 2008 bis 2011. Sie waren von einer konservativ ausgerichteten Nachrichtenseite ans Licht geholt worden.

Petition im Internet

Die Stars der „Guardians of the Galaxy“-Reihe um Chris Pratt und Zoe Saldana hatten sich nach Gunns Rauswurf zunächst vergeblich für den Regisseur stark gemacht. Auch eine Petition im Internet konnte Disney erst einmal nicht umstimmen. Ein neuer Regisseur wurde nicht benannt. Laut „Deadline.com“ soll sich Disney-Chef Alan Horn in den vergangenen Monaten mehrmals mit Gunn getroffen und dann zusammen mit Marvel die Kündigung revidiert haben.

Zahlreiche Fans freuten sich im Netz über Gunns Comeback. „Willkommen zurück, James“, schrieb „Ant-Man“-Regisseur Peyton Reed zu einem Foto, das Gunn bei der Premiere des Marvel-Films „Ant-Man and the Wasp“ zeigt.

Nun hat Gunn alle Hände voll zu tun. Das Studio Warner Bros. beauftragte den Regisseur im Oktober mit der Fortsetzung von „Suicide Squad“. Der geplante Anti-Helden-Film mit Margot Robbie, Idris Elba und Jared Leto soll im August 2021 in die Kinos kommen. Über einen möglichen Drehstart für „Guardians of the Galaxy 3“ wurde zunächst nichts bekannt. (dpa)


Mehr Artikel aus dieser Kategorie

Video
Video

Wie entsteht eigentlich eine „Tatort“-Leiche?

Die Rückseite des Opfers Kevin bekommt man im neuen Tatort nie zu sehen. Im echten Leben ist der 28-Jährige jung und lebendig, im Krimi ein Mordopfer, das sc ...

Evi Sachenbacher-Stehle, Ingolf Lück & Jasmin Wagner (v.li.) stehen im Finale von „Das große Promibacken“.TV
TV

Windbeutelturm und Biskuitrolle nach Maß: Promis backen um die Wette

Er backt die schönste schräge mehrstöckige Torte – genannt Topsy Turvy? Drei Promis müssen im Finale vom großen Sat.1-Promibacken unter anderem diese Aufgabe ...

Xavier Giannoli (r.) ist Regisseur des Films „Die Erscheinung“, in dem Darsteller Vincent Lindon im Auftrag des Vatikans recherchiert.Interview
Interview

Xavier Giannoli: „Würde mich als ewigen Zweifler bezeichnen“

Blut am Fotoapparat: Im aktuellen Kinofilm „Die Erscheinung“ recherchiert ein Journalist rund um angebliche Marienerscheinungen. Regisseur Xavier Giannoli st ...

„Der Boden unter den Füßen“ lief bereits im Wettbewerb der Berlinale – und kommt in der nächsten Woche auch regulär in Österreichs Kinos.Film und TV
Film und TV

Diagonale: Filmperlen in der Tristesse

Marie Kreutzers „Der Boden unter den Füßen“ eröffnet am Dienstag in Graz das Festival des Österreichischen Films.

Im Herbst 2018 wurde der Western „The Sisters Brothers“ bei den Filmfestspielen von Venedig mit dem Silbernen Löwen für die beste Regie ausgezeichnet.Film und TV
Film und TV

Die Sisters in der Sinnkrise

John C. Reilly und Joaquin Phoenix zieht in Jacques Audiards „The Sisters Brothers“ als ungleiches und ziemlich geschwätziges Brüderpaar in den Westen.

Weitere Artikel aus der Kategorie »