Letztes Update am Sa, 30.03.2019 07:16

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Fang-Show „Catch“

„Ausgefangen“: Tiroler (20) verpasste Finaleinzug bei Fang-Show auf Sat.1

Aus und vorbei: Trotz überzeugendem Start konnte sich das Team rund um Lorenz Wetscher nicht für das Finale der Fang-Show „Catch!“ qualifizieren. Der Tiroler blickt trotzdem zufrieden auf die Erfahrung zurück und schmiedet bereits Zukunftspläne.

Lorenz (Mitte) in Action: Kein entkommen gab es für Turn-Ass Fabian Hambüchen, dem mit seinem Team allerdings der Sprung ins Finale gelang.

© Lorenz (Mitte) in Action: Kein entkommen gab es für Turn-Ass Fabian Hambüchen, dem mit seinem Team allerdings der Sprung ins Finale gelang.



Von Tamara Stocker

Innsbruck – Diesmal musste er sich geschlagen geben. Bei der Sat.1-Show „Catch! Die deutsche Meisterschaft im Fangen“ hat es für „Big Bounce“-Gewinner Lorenz Wetscher (20) trotz überzeugender Leistungen nicht für den Finaleinzug gereicht. Enttäuscht darüber zeigte sich der ehrgeizige Tiroler im Gespräch mit der TT aber nicht.

„Also enttäuscht bin ich auf keinen Fall, weil es einfach total viel Spaß gemacht hat“, lautet seine erste Reaktion. Allen voran mit seiner Darbietung in den ersten beiden Spielen sei er zufrieden. „Spiel drei war Glückssache und in der entscheidenden vierten Runde war es mehr oder weniger selbstverschuldet“, gibt der Wattenberger zu.

„Wollte mehr zeigen“

Nach den ersten beiden Durchgängen hatte sein Team die Nase noch vorne. Beim blinden Fangen in Runde drei, bei der er von Team-Kollegin Saskia Neville Kommandos via Kopfhörer bekam, war dann schnell Schluss. „Auf jemand anderen zu vertrauen, das war etwas ganz Neues für mich“, sagt der 20-Jährige.

Im vierten Spiel, einem Hindernisparcours, ist Lorenz’ Team gegen jenes von Moderator Thore Schölermann gescheitert. Diese schickte – taktisch klug – als erstes Waldi Müller (24) ins Rennen, der als einer der besten Parkourer und Freerunner Deutschlands gilt und gleich zwei von Lorenz’ Teamkollegen eliminierte. Als der Tiroler selbst aufs Feld schritt, konnte er Müller zwar gleich fangen; beim Weglaufen rutsche er allerdings aus und war so leichte Beute für den 24-Jährigen. „Das hat mich schon geärgert, weil ich mehr von dem zeigen wollte, was ich kann. Aber es ist ein Spiel und da kann eben alles passieren“, sagt Lorenz rückblickend.

Sportlich sei es für den erfahrenen Parkourläufer, der nach wie vor fünf bis sechsmal pro Woche trainiert, nicht wirklich eine Herausforderung gewesen: „Die Schwierigkeit war immer eher davon abhängig, wie gut der Gegner ist.“

Nicht der letzte Streich

Am meisten überrascht war Lorenz von den Prominenten, die „hinter der Kamera genauso nett wie im Fernsehen“ seien. „Mit denen normal und auf Augenhöhe zu reden war schon was Besonderes“, erzählt er. Berührungsängste hatte er also keine und allgemein habe Nervosität eine Nebenrolle gespielt. „Am angespanntesten war ich war ich wahrscheinlich bei den Interviews“, schmunzelt der 20-Jährige, für den es bestimmt nicht der letzte Ausflug in eine sportliche TV-Show war. Wie berichtet, will er sich bald wieder bei „Big Bounce Amerika“ und „Ninja Warrior“ messen.

Ein Wiedersehen beim „Catch!“-Finale am 12. April gibt es jedenfalls nicht – denn dort darf das Team von Turner Fabian Hambüchen um den Titel kämpfen, das sich in der Folge vom Freitag durchsetzte.