Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Mo, 15.04.2019


Kino

Kultserie: Der Kampf um den Thron endet “bittersüß“

20 Monate mussten Fans warten. Jetzt hat die letzte Staffel der weltweiten Erfolgsserie „Game of Thrones“ begonnen.

In Sydney pilgerten gestern viele Fans auf den „Grave of Thrones“. In dem Park wurden zum Start der finalen Staffel von „Game of Thrones“ 34 Grabsteine aufgebaut, um einigen der wichtigsten bisher verstorbenen Charaktere der Serie ein Denkmal zu setzen.

© AFPIn Sydney pilgerten gestern viele Fans auf den „Grave of Thrones“. In dem Park wurden zum Start der finalen Staffel von „Game of Thrones“ 34 Grabsteine aufgebaut, um einigen der wichtigsten bisher verstorbenen Charaktere der Serie ein Denkmal zu setzen.



Chicago – Sie schreien, weinen, lachen und jubeln: In der Burlington Bar in Chicago schauen die Besucher seit Jahren die neusten Folgen der Fantasy-Saga „Game of Thrones“ zusammen. Die Videos der emotionalen Reaktionen sind ein YouTube-Hit. Der Hype um die Erfolgsserie ist ungebrochen und treibt vielerorts seltsame Blüten. Von Chicago nach Sydney, wo der „Grave of Thrones“ die Fans anlockt. Zum heutigen Start der achten und letzten Staffel wurden in einem Park 34 Denkmäler zu Ehren Verstorbener „Game of Thrones“-Charaktere aufgestellt.

Vor acht Jahren war an diesen Hype noch nicht zu denken. Am 17. April 2011 begann das Phänomen „Game of Thrones“ auf dem amerikanischen Pay-TV-Sender HBO. Für die Serie machten die Verantwortlichen ein Rekord-Budget locker, gedreht wurde in Nordirland, Kroatien, Spanien und Island.

Worum geht es in „GoT“? Eine detaillierte Inhaltsangabe würde ganze Bücher füllen, die Serie ist kompliziert. Im Kern dreht sich alles um die Machtfrage auf dem fiktiven mittelalterlichen Kontinent Westeros. Am Ende der letzten sechs Episoden werden Fanlieblinge das Zeitliche segnen, die Tränen dürften nicht nur in der Burlington Bar fließen. Informatik-Studenten der Technischen Universität München wollten es aber ganz genau wissen. Sie programmierten eine Anwendung, die das Internet nach Daten über „Game of Thrones“ durchsucht und die Wahrscheinlichkeit errechnet, welcher Serien-Charakter als Nächstes sterben wird. Die besten Überlebenschancen hat laut der Berechnung die blonde Drachenlady Daenerys Targaryen mit 99 Prozent. Die Wiederauferstehung von Jon Snow hatte der Algorithmus 2016, kurz vor dem Start der sechsten Staffel, korrekt vorhergesagt. Allerdings hieß es damals auch noch: Daenerys wird sterben. Zwei Jahre später gilt sie den Informatikern zufolge nun als wahrscheinlichste Kandidatin für den umkämpften Eisenthron.

Autor George R. R. Martin, auf dessen Buchreihe „Das Lied von Eis und Feuer“ die Serie beruht, beschreibt das Finale jedenfalls als „bittersüß“.

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Die Fans, die 20 Monate auf die achte Staffel warten mussten, wissen nun bald, wer das Spiel um den Thron überlebt und gewinnt. In Österreich wurde die erste Episode heute Nacht beim Pay-TV-Sender Sky ausgestrahlt, die meisten dürften sich das TV-Erlebnis für heute Abend vorgenommen haben.

Und auch wenn „Game of Thrones“ in wenigen Wochen Geschichte ist, gilt wie im Fußball: Nach dem Spiel ist vor dem Spiel. HBO hat bereits fünf Nachfolgeserien in der Mache, eine davon bekam schon grünes Licht. Sie soll mehrere tausend Jahre vor den Ereignissen in „Game of Thrones“ spielen. (TT, dpa)


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