Letztes Update am Mo, 15.04.2019 14:14

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Serien

Kaiserin als Serienheldin: Leben von „Sisi“ wird wieder verfilmt

Nach den Film-Klassikern aus den 50er-Jahren bekommt das turbulente Leben von Kaiserin Elisabeth von Österreich-Ungarn – kurz „Sisi“ – jetzt einen moderneren Anstrich. Die Serie soll auf zwei Romanen basieren. Ein paar Details sind jetzt bekannt geworden.

In Österreich sind das Leben und die Tragik von Kaiserin Elisabeth durch die 1950er-Jahre-Filme bekannt, in denen Romy Schneider sie porträtierte und sie seitdem als "Sissi" bekannt ist (ursprünglich lautete die Koseform ihres Namens "Sisi").

© ORFIn Österreich sind das Leben und die Tragik von Kaiserin Elisabeth durch die 1950er-Jahre-Filme bekannt, in denen Romy Schneider sie porträtierte und sie seitdem als "Sissi" bekannt ist (ursprünglich lautete die Koseform ihres Namens "Sisi").



Innsbruck – Sie heißen „The Crown“, „Versailles“ oder „Die Herzogin“ und erfreuen sich großer Beliebtheit – historische Serien, die Einblicke in das royale Leben der europäischen Königshäuser gewähren. Zu den Geschichten von Königin Elizabeth II. oder König Ludwig XIV gesellt sich nun auch Kaiserin Elisabeth von Österreich-Ungarn, kurz Sisi.

Die amerikanische Produktionsfirma Picture Perfect Entertainment verarbeitet aktuell ein Stück österreichische Geschichte zu Serienfutter. Das Historiendrama soll auf den Romanen „The Accidental Empress“ und „Sisi: Empress on Your Own“ von Allision Pataki basieren. Die Serien-Macher Patrick Wachsberger und der Franzose Pascal Breton stellten ihre Pläne erstmals bei der Fernsehmesse MIPTV in Cannes vor, wie mitunter das Portal Deadline berichtet.

Die Serie drehe sich um „den Weg einer starken Frau, ihre Macht zu akzeptieren und zu nützen, um sich in einer männerdominierten Welt durchzusetzen“. Zeitlich angesiedelt soll das Epos zwischen 1853 – dem Jahr in dem der 23-jährige Kaiser Franz Joseph von Österreich die 15-jährige Elisabeth Amalie Eugenie, Herzogin in Bayern, in Bad Ischl kennenlernte – und dem Vorabend des Ersten Weltkrieges sein. Drehbuch und Titel gibt es noch nicht, wohl aber einen Produzenten: Michael Shamberg („Erin Brockovich“) will sich dem Projekt annehmen.

„Sisi war ihrer Zeit voraus und hinterließ mit Anmut und Würde unauslöschliche Spuren“, erklärt Ideengeber Wachsberger gegenüber Deadline. Pascal Breton führt hinzu: „Das romantische, doch auch tragische Schicksal der Kaiserin Sisi ist fast so bekannt wie das der Königin von England.“ Die beiden bezeichnen Sisi gar als „Prinzessin Diana ihrer Zeit“.

Diese Aussagen legen nahe, dass die Produzenten mit ihrer Sisi-Serie an den Erfolg der britischen Netflix-Serie „The Crown“ (seit 2016) anknüpfen möchten, die sich dem Leben der jungen britischen Königin Elisabeth II. widmet. Claire Foy erhielt für ihre Darstellung unter anderem einen Golden Globe Award und einen Emmy.

Zur Besetzung der Sisi-Serie gibt es indes noch keine Informationen. Mit den berühmten „Sissi“-Filmen aus den 50er Jahren erlangte Romy Schneider mit der Darstellung der jungen Kaiserin einst Weltruhm. Die Trilogie gehört in der hiesigen Fernsehlandschaft zum festen Feiertags-Inventar. (tst)