Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Mo, 12.08.2019


Film und TV

“Fisherman's Friends“: Musikalisches Seemannsgarn

Die filmische Erfolgsgeschichte des Shanty-Chors „Fisherman’s Friends“ folgt einer wahren Begebenheit.<span class="TT11_Fotohinweis">Foto: Einhornfilm/Splendid</span>

© Die filmische Erfolgsgeschichte des Shanty-Chors „Fisherman’s Friends“ folgt einer wahren Begebenheit.Foto: Einhornfilm/Splendid



Der Londoner Musik-Manager Daniel (Daniel Mays) fährt mit seinen Jungs auf einen Junggesellen-Abschied in ein Küstendorf in Cornwall. Dort entdecken sie eine Truppe singender Seemänner, die sein Boss mit todernster Miene sofort unter Vertrag nehmen will. Was als Scherz gedacht war, bringt Daniel dazu, sich selbst neu zu entdecken. Das Land muss wieder mal als Selbstfindungs-Spielwiese herhalten, samt charmanter Fischertochter (Tuppence Middleton).

Regisseur Chris Foggin verfilmt die wahre Geschichte der berühmt gewordenen Fisherman's Friends wenig subtil, aber dennoch charmant-leicht. Von Dorf-Klischees und billigen Gags bis zu glaubhaften Gefühlen und herrlich-trockenem Schmäh ist alles dabei. Hauptdarsteller Daniel Mays freilich wirkt mit fahrigen Gesten zuweilen deplaziert; die bärtigen alten Männer liefern mit ihren Shanty-Seemannsliedern, dem „Rock 'n' Roll von 1752", wunderbare Musik-Momente. Alles in allem ist „Fisherman's Friend" wie ein Ausflug ans Meer: vielleicht etwas überraschungsarm, aber ungemein wohltuend. (maw)

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