Letztes Update am Mi, 18.09.2019 09:59

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


USA

„I, Pastafari“: US-Doku über Niko Alms Nudelsieb-Foto

Der Film beleuchtet den Kampf des österreichischen Unternehmers um Anerkennung der „Kirche des Fliegenden Spaghettimonsters“. Die Doku feiert am 5. Oktober in Nashville Premiere.

Niko Alm 2011 mit seinem Führerschein. Auf dem Foto trägt er ein Nudelsieb auf dem Kopf.

© APANiko Alm 2011 mit seinem Führerschein. Auf dem Foto trägt er ein Nudelsieb auf dem Kopf.



Wien – Ein Führerschein-Foto mit einem Nudelsieb auf dem Kopf hat vor sieben Jahren die Welt auf Österreich blicken lasen. Nun erzählt eine Kino-Dokumentation aus den USA die Geschichte von Niko Alm und seinen Einsatz für die „Kirche des Fliegenden Spaghettimonsters“. „I, Pastafari“ feiert am 5. Oktober in Nashville Weltpremiere. Der Fokus liegt dabei nicht nur auf dem österreichischen Präzedenzfall.

Medienunternehmer Alm, der auch eine Zeit lang für die NEOS im Nationalrat saß, hatte im Juli 2011 international Schlagzeilen gemacht: Ihm war ein Führerschein-Foto mit Nudelsieb auf dem Kopf bewilligt worden. Der Anhänger der Satire-Religion und „Pastafari“ wollte damit gegen eine Bestimmung demonstrieren, die Kopfbedeckungen auf derartigen Dokumenten nur aus religiösen Gründen akzeptiert. Weltweit fanden sich – mehr oder weniger erfolgreiche – Nachahmer.

Mittels Crowdfunding finanziert

Der US-amerikanische Filmemacher Mike Arthur griff Alms Geschichte und deren Konsequenzen für die weltweite „Pastafari“-Bewegung auf. Die Independent-Doku wurde mittels Crowdfunding finanziert und feiert Weltpremiere beim Nashville Filmfestival, danach folgen Aufführungen bei weiteren Festivals in den USA. Aufführungen in Europa dürfte es wahrscheinlich erst im kommenden Jahr geben.

Zu Wort kommen im Film Anhänger der „Kirche des Fliegenden Spaghettimonsters“ aus aller Welt. Beleuchtet werden die Versuche der offiziellen Anerkennung der Satire-Kirche mit ernstem Kern bei Ämtern wie auch auf gerichtlichem Weg. Auch in Österreich kämpfen die „Pastafaris“ nach mehreren Rückschlägen vor Gericht weiter um die Anerkennung als offizielle Bekenntnisgemeinschaft. (APA)

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Mehr Information zum Film gibt es unter ipastafaridoc.com