Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Mi, 16.10.2019


Bezirk Kitzbühel

Englische Filme waren in St. Johann gefragt

Die Premiere der Aufführung von englischsprachigen Filmen in St. Johann war erfolgreich. 2020 gibt es eine Fortsetzung.

Das Veranstalterteam hatte ebenso wie die Gäste Spaß bei der Aufführung von „Rocky Horror“ in der Alten Gerberei.

© GschwendtnerDas Veranstalterteam hatte ebenso wie die Gäste Spaß bei der Aufführung von „Rocky Horror“ in der Alten Gerberei.



St. Johann i. T. – Neun Musikfilme, darunter Blockbuster aber auch Feines und Unbekanntes, wurden am vergangenen Wochenende in St. Johann präsentiert.

Simon Meade, Obmann des Veranstalters English Language Film Society (ELFs), eröffnete das Festival, gefolgt von den Eröffnungsworten der St. Johanner Kulturreferentin, Christine Gschnaller. Für einen fulminanten Auftakt sorgte „Bohemian Rhapsody“ und bescherte Publikum und Veranstalter einen großen Kino- und Musikabend in einer ausverkauften Alten Gerberei.

Nostalgisches Feeling bot „The Last Waltz“ am Freitag, gefolgt von „This is Spinal Tap“, einem bekannten Kultfilm für die englischsprachige Community. Hier in Tirol hat der angeblich lustigste Musikfilm aller Zeiten eine kleine Bildungslücke geschlossen. So mancher Einheimische weinte Tränen vor Lachen.

Am Samstag überzeugte die Dokumentation „Beware of Mr. Baker“ über den kürzlich verstorbenen Ginger Baker, der für viele als einer der genialsten Schlagzeuger der Rockgeschichte gilt, gefolgt von „Shut Up and Play the Piano“, einer Doku über das vielseitige kanadische Energiebündel Chilly Gonzales. Die „Rocky Horror Picture Show“ wurde dann schließlich zur Partynacht in der Alten Gerberei.

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Ein Livekonzert mit Platform 2 eröffnete den Sonntag. Der erste Film des Tages „20.000 Days on Earth“ bot intime Einblicke in einen Tag im Leben der Musiklegende Nick Cave. Großen Anklang fand auch „Rocketman“, eine glitzernde Biografie über Elton Johns Leben und Werk. Den Abschluss des Festivals bildete die isländische Band Sigur Rós: Der Film „Heima“ dokumentiert eine Reihe von kostenlosen unangekündigten Konzerten, welche die Band in Island gab.

Die Weichen für eine zweite Auflage des Sound & Vision Musikfilm-Festivals im nächsten Jahr sind laut Obmann Simon Meade jedenfalls bereits gestellt: „Die Filme sind sehr gut angekommen, da müssen wir einfach weitermachen“, erzählt er im Gespräch mit der Tiroler Tageszeitung. Unterstützung hat der Veranstalter unter anderem durch den Verein Musik Kultur St. Johann bekommen. „Die haben mir Tipps gegeben und sie haben natürlich auch mitgeholfen.“ (mm)


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