Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Mi, 16.05.2018


Bezirk Imst

Reduktion des Reduzierten

© HauserDer Künstler Gerhard Tiefenbrunn lotet in seinen Werken, die noch bis Pfingstmontag zu sehen sind, die Grenzen der Reduktion aus.



Mieming – Die Qualität der Kunst ist nicht selten, oder gar meist, eine Frage der Reduktion. Gilt es doch das Wesentliche vom Ballast des Überflüssigen herauszuschälen. In seiner Ausstellung unter dem Titel „in Auflösung“ im Mesnerhaus in Mieming geht der Landecker Künstler Gerhard Tiefenbrunn der Frag­e nach, wie weit Reduktio­n gehen muss, damit ein Bild als Kunst wahrgenommen werden kann. Da bleibt für Tiefenbrunn kein Platz für das Abbildhafte und er sagt über seine am Computer geschaffenen Arbeiten: „Zu sehen sind in Spannung versetzte, dekonstruierte Fragmente, aus denen sich das eigentlich schon abstrakte Motiv nicht mehr formulieren mag.“

Zu sehen noch diesen Samstag, Sonntag und Montag von 14 bis 18 Uhr. (hau)




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