Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Fr, 01.06.2018


Bezirk Landeck

Schaffen eines Landecker Bildhauers beleuchtet

© GeigerDie ca. 1,20 Meter große Marienfigur von Dominikus Trenkwalder ziert die Landecker Lourdeskapelle am Burschl.



Mit einem großen, aber selbst in seiner Heimatstadt Landeck nicht allzu bekannten Bildhauer befasst hat sich der Innsbrucker Autor Bruno Habicher. Ergebnis seiner Forschungen ist die Buch-Dokumentation „Dominikus Trenkwalder, Leben und Werk eines Tiroler Holz- und Steinbildhauers 1841—1897", die kürzlich im Verlag „Edition Tirol" erschienen ist.

Seine künstlerischen Spuren hat Trenkwalder weit über den Bezirk Landeck hinaus hinterlassen. Der Bogen seiner sakralen Werke spannt sich von der Schweiz über Vorarlberg, Nord-, Süd- und Osttirol bis nach Wien und Deutschland.

Der in Landeck-Angedair aufgewachsene Sohn eines Kleinbauern und Müllers interessierte sich schon in jungen Jahren für die Bildhauerei, erlernte aber zurerst das Müllerhandwerk (Quelle: Österreichisches Biographisches Lexikon 1815—1950). Ab 1862 arbeitete er in der Mayr'schen Kunstanstalt für kirchliche Arbeiten in München. Ab 1876 unterhielt er eine eigene Werkstatt in Innsbruck-Wilten. Zu seinen Arbeiten zählen auch Vollfiguren bzw. Reliefschmuck für Grabmonumente auf Friedhöfen in Innsbruck, Hall, Holzgau, Jenbach, Wildermieming, Dornbirn und Kaltern.

In Landeck schuf der Bildhauer u. a. den Seitenaltar der Stadtpfarrkirche sowie Figuren in der Herz-Jesu-Kapelle (am Friedhof) und in der Lourdeskapelle am Burschl.

Die Trenkwalder-Biografie (22 Euro) ist im guten Buchhandel, beim Verlag sowie beim Autor unter b.habicher@aon.at erhältlich. (hwe)




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