Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Di, 05.06.2018


Bezirk Imst

Glaskunst mit Sprengkraft

© HauserUnter dem Titel "[Ein]weg" verfolgt die Imsterin Anna Neuner den Lebenszyklus von Flaschen.



Üblicherweise mehr oder weniger leicht zerbrechliche Behältnisse für Flüssigkeiten oder auch für trockene Lebensmittel, Zier- und Gebrauchsgegenstand, in verschiedensten Qualitäten, Formen und farblichen Nuancen als Sammelobjekt begehrt, oft zweckentfremdet, hat man mit ihnen täglich zu tun — Flaschen.

Eine philosophische Auseinandersetzung mit dem gläsernen Gebrauchsgegenstand, der von zweibeinigen Flaschen mitunter gedankenlos in der Natur entsorgt für allgemeinen Unmut sorgt, hat die Imsterin Anna Neuner im Museum im Ballhaus in Imst gewagt und unter dem Titel „[Ein]weg" im Keller des Ballhauses inszeniert.

Inspiriert von Aussagen des Medienphilosophen Vilém Flusser befasste sich Neuner im Rahmen ihrer Bachelorarbeit an der Fachhochschule Vorarlberg im Studiengang InterMedia mit dem dem menschlichen Lebenszyklus entgegengestellten Lebenskreislauf von Flaschen. Eine zarte Vase einem Molotowcocktail gegenübergestellt, fürwahr eine Entsprechung von menschlichen Temperamenten. Zu sehen bis 17. Juni, Samstag und Sonntag von 14 bis 18 Uhr. (hau)




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