Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Di, 19.06.2018


Bezirk Imst

Kunststraße 2018 startet mit Elan und Aufruf durch

Die Kunststraße Imst ist längst über die reine Innenstadtbelebung hinausgewachsen und hat sich als kultureller Fixpunkt etabliert.

© ParthKulturstadtrat Christoph Stillebacher und das Kunststraßen-Team Jessie Pitt, Barbara Thaler, Florentine Prantl, Clemens Perktold und Andrea Schaller (v.l.) posieren mit leeren Bilderrahmen, ganz dem heurigen Motto „Zwischenräume“ entsprechend.Foto: Parth



Von Thomas Parth

Imst – Das heurige Leitmotiv der Kunststraße lautet: „Zwischenräume – nirgendwo ist nichts.“ Das Motto schließt nahtlos an das Vorjahreskonzept an und steht gleichzeitig in Opposition zur „Selbstdarstellung“. „Wir wollen vergessene Räume in der Stadt wieder sichtbar machen“, gibt die Künstlerische Leiterin, Florentine Prantl vom Verein Pro-Vita-Alpina, zu Protokoll. Bereits im vergangenen Jahr setzte Prantl mit Vereinskollegin Jessie Pitt, mit dem Kulturbüro der Stadt Imst unter Andrea Schaller, dem Kulturausschuss unter StR Christoph Stillebacher sowie mit dem Verein „Freiraum“ dieses Kulturspektakel um. „Heuer kommt Barbara Thaler neu dazu“, informiert Prantl. Die Angesprochene selbst weist sich als freiberufliche Kunsthistorikerin aus und ist u. a. im Innsbrucker Stadtarchiv für die Plakatsammlung verantwortlich.

Inhaltlich möchte Clemens Perktold, Obmann des Vereins Freiraum, noch nichts verraten, nur so viel: „Wir werden den Eröffnungsabend am 30. November gestalten. Es wird sicher ein tolles Fest, nicht so groß wie im letzten Jahr, aber eines, das die Kunststraße sichtbar werden lässt.“ Auch wird der VIP-Abend vom Freiraum gestaltet. Ansonsten werde man sich jedoch aus zeitlichen Gründen etwas zurücknehmen, so Perktold. Was das weitere musikalische Rahmenprogramm anbelangt, gibt es eine eigene Ausschreibung, kündigt Florentine Prantl an. Pro-Vita-Alpina habe einschlägige Erfahrung mit der Gestaltung von Musikveranstaltungen und werde sich hier verstärkt mit einbringen.

Ihre Erfahrungen aus der internationalen Kunstszene wird Jessie Pitt beisteuern. Die gebürtige Australierin wird sich für ein buntes kulturelles Angebot aus Skulpturen, Fotografien, Gemälden, aber auch Musik, Performances oder Theater und Literatur starkmachen. „Wenn wir von Zwischenräumen sprechen, ist das eine völlig offene Themenvorgabe, die nicht rein auf das Räumlich-Architektonische beschränkt bleiben muss, sondern die Kunstschaffenden auch zum Experimentieren einlädt“, unterstreicht Barbara Thaler. Es ist dabei auch vorgesehen, dass die Bevölkerung selbst aktiv wird. Die Stadt wird wieder einen, mit 1500 Euro dotierten, Kunstpreis vergeben, versichert StR Christoph Stillebacher. Er appelliert an alle Eigentümer, leer stehende Räumlichkeiten zur Verfügung zu stellen, sowie an alle Kunstschaffenden, sich bis zum 31. Juli an der Ausschreibung zu beteiligen.