Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Sa, 08.09.2018


Osttirol

Neuer Aguntum-Leiter: Kunst und Kultur aus einer Hand

Manfred Hainzl ist seit wenigen Tagen Geschäftsführer in Aguntum und ebenso im neuen Verbund Kulturspur Osttirol.

© Blassnig ChristophDas Kulturnetzwerk Kulturspur Osttirol will der neue Geschäftsführer zu einem lebendigen Verband gedeihen lassen.Foto: Kulturspur Osttirol



Von Christoph Blassnig

Dölsach – Noch hat sich Manfred Hainzl in seinem Büro im Verwaltungsgebäude von Aguntum nicht eingelebt, wie er gesteht. „Ich stehe ganz am Anfang und beginne erst, mir einen Überblick zu verschaffen“, sagt der Geschäftsführer, der diese Tätigkeit mit September übernommen hat. Sein Aufgabenbereich ist zweigeteilt: Je zur Hälfte liegt das Management des Römermuseums Aguntum sowie jenes des Vereines Kulturspur Osttirol in seinen Händen.

„Beides reizt mich als große Herausforderung“, meint Hainzl. „Doch ich mache nur Dinge, die ich kann.“ Bereits in Oberösterreich leitete er als Geschäftsführer das Burgenmuseum Reichenstein und war im Vorstand eines landesweiten Netzwerkes, das 300 museale Einrichtungen unter einem Dach vereint. Ein Verband ist am 15. Dezember 2017 in einer konstituierenden Generalversammlung auch in Osttirol gegründet worden: die Kulturspur Osttirol. Als Obmann dieses Kulturnetzwerkes ist Richard Piock tätig.

„In beiden Tätigkeitsbereichen ist die Hardware sehr gut vorhanden“, zieht Hainzl einen Vergleich, „ich setze dem die Software auf.“ So gehe es um das Hereinholen der Bevölkerung wie der Gäste gleichermaßen. Dazu seien Räumlichkeiten für Sonderausstellungen nützlich: „So hält man an Orten mit Dauerausstellungen die Leute neugierig.“ Der archäologische Park von Aguntum eigne sich sicher für Kulturveranstaltungen, Kunstprojekte oder Installationen, so Hainzl. „Ein Schlagwort dazu wäre ‚Land Art‘, die Umwandlung von geografischem Raum in ein Kunstwerk, wobei ausschließlich Naturmaterialien zum Einsatz kommen und rückstandslos entfernt werden können.“

Der neue Geschäftsführer will die Kunstschaffenden, Galerien und musealen Einrichtungen des Bezirkes zusammenführen. „Mein Hauptanliegen ist die Vermittlung. Dessen, was einmal war. Dessen, was heute ist. Dessen, was morgen sein könnte.“


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